Mannheim

Nationaltheater Mannheim Streit um Kündigung geht weiter

Stadt geht in Berufung

Mannheim.Der Streit um die Kündigung eines Mitarbeiters am Nationaltheater geht vors Landesarbeitsgericht. "Die Stadt hat gegen das Urteil Berufung eingelegt", erklärte am Dienstag auf "MM"-Anfrage der Geschäftsführende Intendant Marc Stefan Sickel.

Wie berichtet, hat der Abteilungsleiter für Fahrdienste und Sonderservice in erster Instanz seinen Kündigungsschutzprozess gewonnen. Die 12. Kammer erklärte den wegen strittiger Überstundenabrechnung fristlosen wie außerordentlichen Rauswurf für unwirksam und verurteilte die Stadt (als juristische Person des Eigenbetriebs Nationaltheater), den 50-Jährigen vorläufig weiter zu beschäftigen. Das Gericht wertete den Rauswurf in seiner Interessenabwägung als "unverhältnismäßig" und hielt stattdessen eine Abmahnung für "angemessen".

"Wir werden dem Weiterbeschäftigungsanspruch bis auf Weiteres nachkommen", kündigt Sickel an. Er will sich am 23. Oktober mit dem Abteilungsleiter treffen, um dafür die Modalitäten zu besprechen. Anhängig sind noch zwei weitere Kündigungsschutzverfahren, die ebenfalls mit dem Konflikt um nicht geleistete Überstunden als Ersatz für eine Erschwerniszulage in Zusammenhang stehen. Die jeweils vorgeschalteten Gütetermine sind gescheitert. Der Prozess, den die ebenfalls fristlos entlassene Personalreferentin des Nationaltheaters angestrengt hat, soll am 27. Oktober vor der 12. Kammer des Arbeitsgerichtes verhandelt werden. Für das Verfahren des gekündigten Technischen Direktors ist das in Frankfurt ansässige Bühnenschiedsgericht zuständig. Dieses wird sich wohl Mitte November mit dem Rauswurf beschäftigen. wam

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