Mannheim

Hilfe Unterkünfte für Flüchtlinge aus Griechenland

Stadt hält Platz bereit

Rund 1700 Flüchtlinge will die Bundesregierung aus den griechischen Lagern nach Deutschland holen – wie viele davon nach Mannheim kommen, das ist noch unklar, wie das Rathaus auf Anfrage mitteilt. „Ob und wann die Flüchtlinge kommen, entscheidet nicht die Stadt“, so eine Sprecherin. Man halte aber freie Kapazitäten in den bisher genutzten Unterkünften bereit. „Die Entscheidung über die genaue Unterbringung ist dann situationsbedingt zu treffen und abhängig vom asylrechtlichen Status und der Zusammensetzung der Geflüchteten.“

Die Stadtverwaltung hatte nach eigenen Angaben sowohl gegenüber Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) als auch Baden-Württembergs Ressortchef Thomas Strobl (CDU) ihre Bereitschaft erklärt, bis zu 50 Personen aufzunehmen. Das Stuttgarter Ministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass aus der Gruppe aus Griechenland rund 200 Schutzsuchende auf Baden-Württemberg entfallen werden. Neben Mannheim haben auch andere Städte ihre Bereitschaft signalisiert, etwa Stuttgart mit 70 Personen.

Geld für Schlafsäcke

Unterdessen konnte der Verein „Mannheim sagt Ja!“ einer Mitteilung zufolge kurzfristig 2000 Euro für die Flüchtlinge auf der Insel Lesbos sammeln, wo vergangene Woche das Lager Moria abgebrannt war. Die Menschen dort, die jetzt unter freiem Himmel leben, mit dem Nötigsten zu versorgen sei „das Gebot der Stunde“, so der Verein. „Wie immer haben sich dabei die Menschen in Mannheim als sehr hilfsbereit gezeigt.“ Mit dem Geld werde zur Finanzierung von 600 Schlafsäcken beigetragen, die bereits auf dem Weg nach Lesbos seien. Der Verein sammelt weiter Spenden. 

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