Mannheim

Stadt ist als Vorbild aktiv

Archivartikel

Felicitas Kubala scheidet als Umweltbürgermeisterin zum Jahreswechsel aus

Der Klimaschutz stand trotz der Corona-Krise ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Die Städte spielen bei der Umsetzung der nationalen und globalen Klimaziele eine wichtige Rolle.

Ihre Amtszeit endet am 31. Dezember. Wie schätzen sie Ihr letztes Jahr im Rathaus ein? Was war 2020 gut fürs Klima?

Felicitas Kubala: Der Gemeinderat hat deutlich Prioritäten für den Klimaschutz gesetzt. Wir haben zusätzliches Personal und zusätzliche finanzielle Mittel erhalten, die Solar-Fördermittel wurden aufgestockt und ein Klimaschutzfonds aufgelegt. Auch die Klimaschutz-Allianz mit Mannheimer Unternehmen und die internationalen Kooperationen der Stadt zeigen, dass wir in der Metropolregion und darüber hinaus unsere Vorbildfunktion aktiv wahrnehmen. Mit den zusätzlichen Mitteln können die Verkehrswende und die Energiewende beschleunigt werden. Am Ende meiner Amtszeit ist der Klimaschutz fest verankert, damit Mannheim bis spätestens 2050 klimaneutral wird.

Und was war nicht gut?

Kubala: Auch wenn damit in diesem Jahr zusätzliche finanzielle Mittel für den Klimaschutz bereitstanden, war die Umsetzung in notwendige Maßnahmen eine Herausforderung, nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie. Unsere lange geplante internationale Konferenz zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit in Mannheim konnte lediglich digital durchgeführt werden. Dennoch ist mit der „Mannheim Message“ ein sehr ambitioniertes Abschlussdokument verabschiedet worden.

Und was muss 2021 besser werden?

Kubala: Für die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens sind die Rahmenbedingungen formuliert und die notwendigen Maßnahmen bekannt. Hierfür bedarf es gerade auf Ebene der Städte eines ambitionierten Handelns. Mannheim ist auf dem Weg zur Klimaneutralität gut aufgestellt, jetzt den Klimakurs halten und dabei die Maßnahmenumsetzung beschleunigen, das ist die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre.

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