Mannheim

Hebron Gemeinsame Erklärung nach umstrittenem Besuch

Stadt räumt Fehler ein

Archivartikel

Die Stadt Mannheim bedauert die Irritationen, die durch den Besuch des Hebroner Bürgermeisters, Tayseer Abu Sneineh, in Mannheim entstanden sind. Das teilen die Jüdische Gemeinde Mannheim, die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG, Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar Mannheim), die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V., der Bund jüdischer Studenten Baden und die Stadt Mannheim in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Vertrag unterzeichnet

Die Stadt betont, dass die Verwaltung den Termin „rein formal-protokollarisch betrachtet“ habe. Das sei nicht ausreichend gewesen. Insbesondere der Jüdischen Gemeinde Mannheim sowie der Deutsch-Israelischen Gesellschaft habe sich dieses Herangehen nicht vermittelt – vor dem Hintergrund, dass der Bürgermeister 1980 an der Ermordung von sechs jüdischen Siedlern beteiligt war.

Die Stadt hatte Sneineh am 19. Juli im Rathaus empfangen. Beide Seiten schlossen damals einen Vertrag zur Förderung von Unternehmensgründungen. Das Programm soll die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen und damit radikalen politischen Strömungen entgegenwirken.

Jüdische Gemeinde, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der Bund jüdischer Studenten Baden erklären sich bereit, die Stadt bei ihrem Engagement im Nahen Osten aktiv zu begleiten.

Sie vereinbarten mit der Verwaltung eine „regelmäßige und intensive Abstimmung“ über die weitere Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen Mannheim und Hebron, „um künftig Irritationen gar nicht erst entstehen zu lassen“.