Mannheim

Bildung Unterstützung für Grundschulen

Stadt setzt Programm MAUS fort

Archivartikel

Mit Beginn des kommenden Schuljahres startet die sechste Phase des Mannheimer Unterstützungssystems Schule (MAUS). Das jeweils zweijährige Programm unterstützt seit zehn Jahren Mannheimer Schulen durch zusätzliche Bildungsangebote schulexterner Anbieter. Seit 2008 wurden jährlich bis zu 15 Schulen mit einer Gesamtsumme von 432 500 Euro gefördert, das hat die Stadt Mannheim jetzt mitgeteilt.

Mit dem Programm MAUS will der Fachbereich Bildung der Stadt demnach den teilnehmenden Schulen ermöglichen, bis zu 750 zusätzliche Förderstunden zum Beispiel mit Künstlern, Musikern, Natur- und Sportpädagogen sowie Nachhilfekräften einzurichten.

Breites Angebot

„Wir ermöglichen so zusätzliche Angebote für Schüler und Schülerinnen, die entweder Unterstützung benötigen, um die schulischen Lernziele zu erreichen oder die zusätzliche Aufgaben brauchen, um ihre Kompetenzen voll ausschöpfen zu können“, erklärt Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb. „Lehrerfortbildungen und besondere Formen der Elternansprache sind weitere Schwerpunkte. Wichtig ist uns, über MAUS Schulentwicklung bis hin zur Ganztagesschule mit zu gestalten.“

Für eine breite Angebotspalette in dem Programm kooperiert jede Schule bedarfsorientiert mit einer individuellen Auswahl aus neun außerschulischen Bildungspartnern: der Abendakademie, dem Jungen Nationaltheater, der Kunsthalle, der Musikschule, der Jugendförderung, den Reiss-Engelhorn-Museen, der Stadtbibliothek, dem Stadtmedienzentrum sowie der „Grünen Schule“ der Stadtparks.

Die dritte, erstmals durch die Universität Heidelberg vorgenommene Evaluation des Einsatzes des Unterstützungssystems kam 2017 zu dem Ergebnis, das Projekt als wichtige Säule in der Mannheimer Schullandschaft einzustufen: „MAUS gelingt es, insbesondere benachteiligte Schülerinnen und Schüler zu erreichen und mit den zusätzlichen Angeboten zu fördern“, so das Fazit der Studie.

Auswahl durch Jury

Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgt nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens durch eine Fachjury, bestehend aus Vertretern des Staatlichen Schulamts, des Regierungspräsidiums und des Fachbereichs Bildung. Ausschlaggebende Indikatoren für die Entscheidung sind neben dem Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund und Sprachförderbedarf weitere Faktoren wie beispielsweise die Bereitschaft des Kollegiums, sich perspektivisch auf den Weg zur Ganztagsschule zu machen sowie die „interkulturelle Öffnung“ der Schule voranzutreiben.