Mannheim

Oststadt Politiker reagieren auf Friedrichsplatz-Verein

Stadt soll Arkadenfest retten

Die Ankündigung des Friedrichsplatz-Vereins, dass das Arkadenfest wegen hoher Kosten und zunehmender Auflagen in Gefahr ist (wir berichteten), hat die Politik aufgerüttelt. „Die Hilferufe der Veranstalter sollten wir sehr ernst nehmen und als Stadt alles daran setzen, dieses Fest zu erhalten“, forderte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Nikolas Löbel. In einem Schreiben an den zuständigen Bürgermeister Michael Grötsch regte er an, dass das städtische Tochterunternehmen Event & Promotion, das schon das Stadtfest organisiert, „Wissen und Leidenschaft der Gastronomen und Gewerbetreibenden am Wasserturm“ so unterstützt, dass „Kosten minimiert und der Umsatz gesteigert wird“, so Löbel. Er sei sich sicher, dass der Gemeinderat das unterstützen werde.

„Juwel an besonderer Stelle“

„Das ehrenamtliche und weit über das Unternehmerische hinausgehende Engagement müssen wir vonseiten der Stadt strukturell so unterstützen, dass der jährliche Rhythmus des Arkadenfestes gewährleistet bleibt“, ergänzte Thomas Hornung, der CDU-Stadtrat für die Oststadt. Beim Nachtwandel im Jungbusch habe die Stadt ja auch das Fest übernommen. „Ich würde eine Beteiligung der Stadt in den zuständigen Aufsichtsräten und Ausschüssen unterstützen“, so Hornung. „Die Kunsthalle sollte am Abend des Arkadenfestes freien Eintritt bieten und sich mit einer Bespielung ihres Vorplatzes einbringen. Der Rosengarten könnte über den Jazzclub Ella & Louis das Arkadenfest aufwerten“, regte er zudem an.

Auch die Mannheimer Liste (ML) meldete sich zu Wort. „Es wäre bedauerlich, wenn es das Arkadenfest nicht mehr gibt – das darf auf gar keinen Fall passieren“, so deren Stadtrat Holger Schmid: „Dieses Fest ist ein Juwel an einer besonderen Stelle von Mannheim, das sehr viel Stil hat“, so Schmid. Nach seiner Ansicht benötigt der Verein als Veranstalter „finanzielle und organisatorische Unterstützung“, wobei er sich nicht festlegen will, ob eine Ausrichtung durch die städtische Tochter Events und Promotion der richtige Weg ist. Der Gemeinderat müsse sich generell über die Frage unterhalten, wie die Zukunft ehrenamtlich organisierter Stadtteilveranstaltungen garantiert werden könne. pwr