Mannheim

Klimaschutz Aktivisten von „Extinction Rebellion“ demonstrieren vor dem Rosengarten für die autofreie Innenstadt

Stadt soll Ziele schneller erreichen

Archivartikel

„Carl Benz würde Lastenrad fahren“ steht auf einem der Transparente, auf einem anderen ist zu lesen: „Aufstand gegen das Aussterben“: Damit demonstrierten Mitglieder der Aktionsgruppe „Extinction Rebellion“ am Dienstag vor dem Kongresszentrum Rosengarten für die autofreie Innenstadt.

Die Demo zielte auf den Gemeinderat, der – wie berichtet – ausnahmsweise wegen der Corona-Abstandsregeln im Kongresszentrum tagte. Neben der Wahl der neuen Umwelt- und Baubürgermeister standen auch Verkehrsthemen auf der Tagesordnung des Rats.

Richtige Richtung

„Auch wenn die Beschlüsse des Gemeinderates in die richtige Richtung weisen, so gehen sie doch längst nicht weit genug.“, so Aktivist Holger Krahn laut einer Mitteilung des Bündnisses Extinction Rebellion. Eine Studie des Wuppertal Instituts habe gezeigt, dass der Autoverkehr in der Stadt in den nächsten 15 Jahren halbiert werden müsse, um „auch nur in die Nähe des Pariser Abkommens zu kommen“. In der internationalen Vereinbarung, aus der die USA unter Präsident Donald Trump ausgeschert sind, hat sich Deutschland unter anderem verpflichtet, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Dass Mannheim „in einem Zeitraum von einem Jahr lediglich drei kurze Straßenabschnitte sperren wolle, sei angesichts der Aufgabe, der Klimakrise entgegenzuwirken, geradezu fahrlässig“, so die Aktivsten. Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung störte die Gruppe nach eigenen Angaben „mit mehreren kleinen Blockaden kurz den Verkehr, um ihren Forderungen mehr Gehör zu verschaffen“. 

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