Mannheim

Innenstadt Reaktion auf Rauch aus Restaurant-Kaminen

Stadt will neue Grills verbieten

Archivartikel

Die Stadtverwaltung will die weitere Ausbreitung von Grills in Innenstadt-Restaurants verhindern. Dazu soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einen Beschluss über eine sogenannte Veränderungssperre fassen. Damit dürfen neue Grillanlagen nicht mehr montiert werden, es sei denn, es gibt eine Ausnahmegenehmigung, wie es in der Beschlussvorlage für die Stadträte heißt. Aktuell sei die Rechtslage so, dass neue Anlagen untersagt werden könnten, wenn die Verwaltung von ihnen erfahre.

Betroffen von der Veränderungssperre sind die Quadrate auf beiden Seiten der Breiten Straße. In Richtung Jungbusch ist der Korridor jeweils drei Quadrate breit, in östlicher Richtung handelt es sich dagegen nur um eine Quadratreihe.

Seit Jahren Ärger

Wegen des Rauchs von Holzkohlegrills und anderen Grillanlagen gibt es schon seit Jahren Ärger, weil sich viele Innenstadt-Bewohner durch den Qualm massiv beeinträchtigt fühlen. Im Juni hatte die Stadt ein Gutachten zum Thema vorgelegt. Das Ergebnis: Die Rauchbelästigung durch Restaurants ist viel zu hoch. Der Schwellenwert für derartige Gerüche werde im betroffenen Innenstadtbereich stellenweise fast um das Doppelte überschritten.

Besonders problematisch bewertete das Gutachten die großen Holzkohlegrills, dicht gefolgt von Dönerdrehspießen. Brotofen und allgemeine Herdabluft wurden dagegen als weniger bis gar nicht relevant eingestuft. Durch verdreckte Kamine könne der Grillrauch nicht richtig abziehen, die Wetterströmung drücke ihn gerade im Sommer oft zusätzlich nach unten, hieß es damals.

Der Gutachter empfahl der Stadt zum einen, die Ansiedlung zusätzlicher Grillrestaurants zu verhindern. Zum anderen solle die Stadt gemeinsam mit den Betreibern nach Lösungen suchen, „wie man Emissionen reduzieren kann“.

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