Mannheim

Konversion Jury kürt Sieger für Wohnen auf Spinelli

Stadtvillen und ein Bürgerhaus

Mannheim.Die Sieger im Wettbewerb für einen zentralen grünen Betriebshof auf Spinelli und die städtebauliche Neuordnung am Wingertsbuckel sind gestern im Konversionsausschuss bekannt gegeben worden. Von den 14 Einsendungen überzeugte der Entwurf des Kölner Architekturbüros MVM + Starke Architekten PartG mbH und Greenbox Landschaftsarchitekten aus Köln die Jury am meisten. Der Entscheid war im Vorfeld umstritten gewesen. Die Fraktionen von CDU und Freie Wähler/Mannheimer Liste hatten wegen mangelnder Information und fehlender Beschlussgrundlage ihre Teilnahme abgesagt (wir berichteten).

Der Protest der beiden Parteien spielte gestern im Konversionsausschuss aber keine Rolle mehr. Wie Klaus Elliger vom Fachbereich Stadtplanung bekannt gab, belegten MVM + Starke sowohl im städtebaulichen Teil als auch beim Neubau des Betriebshofs den ersten Platz. Im Siegerentwurf bleiben alle fünf Bestandsgebäude in der zukünftigen Wohnsiedlung am Wingertsbuckel in Feudenheim erhalten. Die ehemalige Turnhalle soll als Kulturhaus oder bürgerschaftlicher Treffpunkt genutzt werden. Versetzt angeordnete Stadtvillen stellen den Bezug zur Landschaft her.

Als „sehr pragmatische Lösung“ bezeichnete Elliger den Siegerentwurf für den zentralen Grünbetriebshof. Zentrales Element ist ein viergeschossiger Kopfbau, in dem die Büros untergebracht sind. Hinzu kommt ein Riegel mit Umkleiden. Besonders ansprechend fand die Jury die Idee, auch im Inneren Baumbestand zu verwirklichen. Ein zweiter erster Preis geht an die asp Architekten Stuttgart und GTL Landschaftsarchitekten GbR Kassel. Sie legen das Gelände 1,20 Meter unter Niveau, was vom Preisgericht als „harmonische Einbettung in die Landschaft“ gewertet wurde. Voraussetzung sei aber, dass der Bodenaushub unbelastet sei. (dir)

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