Mannheim

Standpunkt vertreten

Archivartikel

Liebe Christen und Interessierte. Es ist schön, dass Sie meine Zeilen lesen. Unser christliches Thema heute heißt: Standpunkt vertreten. Ist es uns unangenehm, einen christlichen Standpunkt zu vertreten? Ist es vielleicht uncool, in dieser Zeit, seinen eigenen christlichen Standpunkt zu vertreten? Wäre es nicht einfach cool und normal, unseren christlichen Standpunkt so zu vertreten, wie wir ihn persönlich sehen?

Wir sind überzeugt, dass unser Fußballteam sein nächstes Spiel gewinnt! Wir vertreten den Standpunkt, dass meine gewählte Partei die richtigen Entscheidungen trifft. Wir sind sicher, dass unsere Kinder sich korrekt verhalten. Unabhängig davon, ob das richtig oder falsch ist, möchte ich sie fragen: Vertreten wir in der gleichen Überzeugung unseren Glauben? Beharren wir auf unserem christlichen Standpunkt, wenn wir nach unserem Glauben gefragt werden? Vertreten wir unseren Gott und seinen Sohn mit der gleichen Inbrunst, wie all die anderen Dinge in unserem Leben?

Froh über Religionsfreiheit

Wir müssen uns für unseren christlichen Glauben wahrlich nicht schämen. Im Gegenteil, wir dürfen glücklich und zufrieden sein, dass wir Gott und seinen Sohn noch kennenlernen oder schon kennengelernt haben. Nicht alle Menschen haben dieses Glück.

Bei uns hier in Deutschland sind der Glaube und die Religionen zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die man lebt, oder auch nicht. Sind wir froh, dass es hier in Deutschland die Religionsfreiheit gibt und auch gelebt werden kann. Diese Selbstverständlichkeit ist auf dieser Welt nicht überall gewährleistet und eher die Ausnahme. Sind wir zutiefst dankbar, dass es so ist.

Ich frage mich, wenn wir ohne Angst hier in Deutschland unseren Glauben vertreten können, warum vertreten wir unseren Glauben und Standpunkt nicht in aller Klarheit und Offenheit, auch außerhalb unserer Gotteshäuser? Warum reden wir nicht über unseren Glauben mit anderen? Getrauen wir uns nicht, oder haben wir sogar Angst? Fehlen uns die Argumente? Oder wollen wir es vielleicht gar nicht?

Vorbild Jesus

Es gibt so viel über unseren christlichen Glauben zu erzählen, denn er ist einzigartig und kann durch nichts ersetzt werden.

Wir alle, und zwar jeder von uns, kann dazu beitragen, dass Menschen wieder an Gott und Jesus Christus glauben. Doch zuerst stellt sich die Frage? Sind wir selbst ein Vorbild für alle Christen und Nichtchristen? Leben wir so, wie dies in der Bibel aufgezeigt wird und Jesus uns dies vorgelebt hat? Ich bin mir absolut sicher, dass jede Vorbildfunktion Früchte tragen wird.

Jesus Christus hat nicht nur gepredigt; sondern er hat genau so gelebt, wie er es den Menschen erzählt hat. Er war ein einmaliges Vorbild. Wenn wir Christen Vorbilder sind, dann ist es ganz einfach, einen Standpunkt für unseren Glauben zu vertreten. Ein weiterer Vorteil kommt hinzu. Wir sind damit glaubwürdig und werden gehört. Es war schon immer so, dass man andere nur dann anzünden kann, wenn man selbst brennt.

Brennen wir also, mit einem riesigen Feuer für unseren Glauben. Vertreten wir im Gespräch in der Familie, mit den Freunden, in der Firma und überall, wo sich die Gelegenheit bietet, unseren christlichen Glauben mit der ganzen Kraft dieses riesigen Feuers. Es lohnt sich!

Evelyn Spitaler, Kath. Gemeindereferentin Schwetzingen