Mannheim

Konversion Bezirksbeirat folgt Verwaltung nur teilweise

Stem-Areal: Sport ja, Wohnen nein

Das Gelände der ehemaligen Stem-Kasernen in Seckenheim soll künftig für eine sportliche Nutzung zur Verfügung stehen, nicht aber für Wohnbebauung. Eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat hat der Bezirksbeirat des Stadtteils jetzt einstimmig beschlossen.

Damit folgte das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung nur teilweise. Diese hatte auch Wohnungsbau vorgesehen; im Gespräch waren 45 Wohneinheiten. Die Stadtteilvertreter lehnten dies jedoch ab – wegen aus ihrer Sicht zu hoher Belastung der angrenzenden Siedlung.

Bürgermeister Lothar Quast kündigte an, das Votum des Bezirksbeirates in die Beratungen im Technischen Ausschuss des Gemeinderates „mitzunehmen“. Allerdings verwies der Bau- und Sportdezernent auch darauf, dass wirtschaftliche Aspekte bei der Planung „nicht vollständig ignoriert werden können“.

Gesamtkonzept für den Stadtteil

Geschlossene Unterstützung gab es im Gremium dagegen für die sportliche Nutzung des Areals. Die TSG Seckenheim plant unter anderem den Bau einer Sporthalle, eines Lehrschwimmbeckens und einer Kaltlufthalle. Die Projekte sind Teil des Sportkonzepts für den Vorort, in das die Stadt bis 2026 drei Millionen Euro investieren will, wie der Leiter des Fachbereiches Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, ankündigte.

Das Konzept beinhaltet auch den Wechsel des SV Seckenheim von seinem jetzigen Gelände, der Otto-Bauder-Anlage, auf die Bezirkssportanlage; das bisherige SV-Areal soll für Wohnbebauung erschlossen werden. Den entsprechenden Grundsatzbeschluss billigte der Bezirksbeirat mit breiter Mehrheit; lediglich die Grünen stimmten dagegen, da sie eine „Versiegelung des kompletten Geländes“ ablehnen.

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