Mannheim

Eingeschränkte Dienstleistungen

Streik in Mannheimer Kitas und bei der RNV

Mannheim.Wegen eines ganztägigen Warnstreiks bleiben in Mannheim am Freitag, 16. Oktober, alle städtischen Kinder-Tageseinrichtungen geschlossen. Auch die Straßenbahnen und Busse der Rhein-Neckar Verkehr GmbH fahren den ganzen Tag nicht. Das heißt von 3 Uhr morgens bis zum Betriebsende in der Nacht zum Samstag bleiben die Busse und Bahnen in ihren Depots. Das teilte die RNV am Mittwoch mit.

Auch bei den Betreuungsangeboten des Fachbereichs Bildung wird es Einschränkungen geben, kündigte die Stadtverwaltung Mannheim in einer Mitteilung an. Es bestehe kein Notdienst. Es sei neben erheblichen Einschränkungen des Dienstbetriebs auch mit Schließungen von weiteren Bereichen zu rechnen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu dem Warnstreik auf. Ab Montag, 19. Oktober, sollen alle Einrichtungen wieder zu den üblichen Öffnungszeiten für die Bürger verfügbar sein.

Verdi hatte die Beschäftigten der RNV sowie Beschäftigte weiterer kommunaler Einrichtungen im Bezirk Rhein-Neckar ab den frühen Morgenstunden zum eintägigen Warnstreik aufgerufen. Die Streikmaßnahmen würden darauf abzielen, die Arbeitgebervertreter dazu zu bewegen, ein laut Gewerkschaft verhandelbares Angebot auf den Tisch zu legen.   

Hansi Weber, Verdi-Vertrauensfrau bei der Stadt Mannheim und Mitglied der Bundestarifkommission, wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: "Die Beschäftigten der Stadt werden sich mit Nullrunden und Verschlechterungen der Eingruppierung nicht abspeisen lassen.“ Jürgen Lippl, Bezirksgeschäftsführer von Verdi-Rhein-Neckar, springt Weber bei und ergänzt: "Sie verdienen Respekt für ihren Einsatz für die Bedürfnisse der Bürger und die Arbeitgeber sollten die Botschaft der Beschäftigten jetzt endlich verstehen. Vom Applaus kann hier keiner die Miete bezahlen.“ Weiter sagte Lippl, dass man auf weitere Streikaktionen vorbereitet sei. 

„Den Schwung aus den Streikaktionen in der letzten Woche und von dieser Woche nehmen wir mit in die nächsten Verhandlungen. Es muss jetzt endlich Lohnerhöhungen geben und die Streiks stärken uns dafür den Rücken“, machte Weber deutlich. Bereits am Dienstag, 6. Oktober versammelten sich rund 250 Beschäftigte der städtischen Tageseinrichtungen auf dem Toulonplatz.  "Auch die Beschäftigten der Bereiche Kinder- und Jugend und Soziales sind nicht bereit, Nullrunden und Verschlechterungen bei den Eingruppierungsregeln zu akzeptieren", hatte Lippl dazu gesagt. Am Mittwoch, den 7. Oktober, und am Freitag, den 9. Oktober, versammelten sich die Streikenden auf dem Alten Meßplatz.

Bei den vorangegangegen Streiks wurden die Einrichtungen bezirksweise in den Streik gerufen. Jede Kita wurde nur an einem Tag bestreikt.

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