Mannheim

Turley MWSP äußert sich zur geplanten Tiefgarage

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Die städtische Projektentwicklungsgesellschaft MWSP ist derzeit in „intensiven Gesprächen mit einem neuen Investor“ für den Bau der Tiefgarage auf dem Turley-Gelände. Das sagte MWSP-Geschäftsführer Achim Judt bei der Sitzung des Bezirksbeirat Neckarstadt-Ost, wo er gemeinsam mit Frank Körmann vom Projektentwickler Fortoon Auskunft zur aktuellen Situation gab.

Die Tiefgarage hätte der Turley-Investor Tom Bock Group (TBG) eigentlich bis 2017 bauen sollen. Jetzt sucht die MWSP nach Alternativen. „Wir sind wir auf einem guten Weg“, sagte Judt. Mit einem neuen Investor verhandle man, mehr wollte Judt dazu aber nicht sagen. Dass die Zeit dränge, sei ihm klar. Die MWSP könne nicht warten, bis alle rechtlichen Fragen mit der TBG geklärt seien.

Auch zur Reithalle äußerte sich Judt – hier seien die „nicht weiter ausgeführten Arbeiten sicherlich sehr auffällig.“ Doch seine Antwort auf die Frage, warum es nicht weitergehe, fiel knapp aus: „Die Reithalle ist nicht mehr in unserem Besitz, ich kann mich nicht dazu äußern, ich kann nur das sehen, was Sie auch sehen.“ Die Reithalle gehöre der TBG.

Neben Judt war auch Frank Körmann vom Hamburger Projektentwickler Fortoon zu Gast. Dieser hatte von der TBG die Baufelder 4 und 5 gekauft. Auch dort passiert derzeit nichts. Doch das hat einen anderen Grund, wie Körmann erläuterte: Der Vorbesitzer hatte auf den Grundstücken ganz andere Pläne, der Bebauungsplan wurde nach dessen Ideen erstellt. „Das ist nicht mehr das, was der Markt heute sucht“, so Körmann. „Das hat dazu geführt, dass wir eine komplett neue Planung auf das Gebiet gelegt haben, mit dem Ziel, nicht Eigentum zu schaffen, sondern Mietwohnungen.“ Er rechnet damit, im Herbst die neuen Bauanträge einzureichen und im Winter mit dem Bau starten zu können.

Ob da allerdings die Politik mitmacht, wird sich zeigen. Denn Fortoon will die Anzahl der Wohnungen nach der Sozialquote nur an den Mehrflächen orientieren, das wären 25. Bei einer Gesamtplanung von 300 Wohnungen verlangt die Sozialquote allerdings 90, die nicht teuerer als 7,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sein dürfen. Hans-Georg Desch (SPD) sprach vom „Aushebeln der Sozialquote.“