Mannheim

Caritas Zahl der Kunden zurückgegangen

Tafel Waldhof schließt

Archivartikel

Seit 14 Jahren war sie Anlaufstelle für Menschen, die nicht viel in ihrem Geldbeutel haben: die Tafel auf dem Waldhof. Jetzt schließt die Einrichtung. Wie der Träger, der Caritasverband Mannheim, am Dienstag mitteilte, wird der Laden nur noch bis zum Jahresende betrieben. Dann scheidet der ehrenamtliche Tafel-Leiter Karl-Heinz Moll aus. Der Caritasverband nehme das „zum Anlass, seine Angebote im Bereich Armut neu auszurichten“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Hintergrund der Schließung sei, „dass deutlich weniger Kunden als früher die Tafel in Anspruch nehmen“. Mit ein Grund dafür ist nach Angaben der Caritas „das kleiner gewordene Angebot“. Die Supermärkte, die Lebensmittel an die Tafeln spenden, verkauften inzwischen auch Produkte kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit noch selbst. „Auch müssen viele Spenden aufgrund schlechter Qualität entsorgt werden, was hohe Kosten verursacht“, teilt die Caritas mit.

DRK-Einrichtungen als Alternative

Der Verband glaubt nicht, dass die Schließung eine allzu große Lücke reißt: „Mannheim ist mit Tafeln gut ausgestattet, so dass unsere Kunden mehrere Alternativen haben“, erläutert Abteilungsleiterin Stefanie Paul. Das Deutsche Rote Kreuz betreibe drei Läden in der Neckarstadt, auf der Schönau und der Rheinau. „Wir stimmen uns mit dem Deutschen Roten Kreuz ab, um gemeinsam ein gutes Angebot für von Armut betroffene Menschen zu schaffen, statt in Konkurrenz um die geringer werdende Spendenmenge zu treten“, so Stefanie Paul.

Von Caritas-Seite sei zum Beispiel ein neues Angebot denkbar, das Menschen darin stärkt, mit ihrem Geld gut zu haushalten. 

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