Mannheim

Auszeichnung Konzert der Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert an der Musikschule Mannheim

Talente auf dem Weg nach Lübeck

Mannheim.Monatelanges Üben und Proben haben sich ausgezahlt: Diejenigen Schülerinnen und Schüler der Musikschule Mannheim, die beim 55. Wettbewerb Jugend musiziert auf Landesebene einen ersten Preis erhalten hatten, haben jetzt eine Kostprobe ihrer künstlerischen Fähigkeiten gegeben.

Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb würdigte in ihrem Grußwort die Leistungen der zwölf- bis 18-jährigen Talente: „Wir haben hier in Mannheim wieder sehr, sehr gute Ergebnisse erreicht.“ 38 von 76 Mannheimer Teilnehmern, die sich für den Landeswettbewerb in Bietigheim-Bissingen qualifiziert hatten, konnten Preise nach Hause bringen, 33 gingen an die Musikschule. 16 erste Preise waren darunter, zwölf von ihnen mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Lübeck. Die anderen vier waren mit Altersgruppe II schlicht zu jung für die Teilnahme auf Bundesebene.

Während der Regionalwettbewerb noch die Funktion der Breitenförderung übernehme, befinde sich die Landesebene „eindeutig auf der Seite der Begabtenförderung“, so Freundlieb. Den Preisträgern sei schließlich „das Glück der Tüchtigen“ zuteil geworden. Die Erfahrung „von Erfolg durch Spaß an der Sache gepaart mit Fleiß“ sei enorm prägend, auch für andere Lebensbereiche: „Dafür beglückwünsche ich euch ganz besonders.“

Auch Musikschulleiter Bjoern Strangmann zeigte sich stolz: „Wer bis zu diesem Landeswettbewerb gekommen ist, der hat ganz viel geleistet!“ Er dankte den Eltern für ihre Unterstützung und den Lehrkräften für ihre „hervorragende Arbeit“. Schließlich wünschte Strangmann allen Preisträgern, „dass ihr sehr, sehr stolz darauf seid“.

Den Anfang des Konzerts machten Teresa Ho und Michael Duong am Klavier (vierhändig) mit einer Sonatine von Carl Maria von Weber und Schumanns „Beim Kränzewinden“ op. 85 Nr. 4, die sie beide mit technischer Präzision und stilsicherem Ausdruck darboten. Felix Jendriza konnte mit dem fünften Satz aus Maximo Diego Pujols „Suite des Plata Nr. 2“ sein Talent an der Gitarre unter Beweis stellen, gefolgt von Antonia Mangold mit dem Allegro aus Mercadantes Klarinettenkonzert B-Dur. Ali Insan (Gesang) und Teresa Ho (Klavier) berührten mit dem Kunstlied „Frühlingsglaube“ op. 20 Nr. 2 von Franz Schubert. Lyrische Ausdruckskraft und virtuose Fertigkeiten bewies Martin Koloseus (Gitarre) mit dem „Ricercare LVII“ des Renaissance-Komponisten Francesco da Milano.

Da Leena Harim (Violine) krankheitsbedingt nicht am Konzert teilnehmen konnte, sprang ihre Duopartnerin Carla Arndt ein – allerdings mit dem Cello anstelle des Klaviers. Gemeinsam mit ihrer Schwester Merle (Klavier) spielte sie den zweiten Satz aus Beethovens Cellosonate Nr. 2 g-Moll.

Bundeswettbewerb folgt bald

Rhea Juli (Gitarre) trug den dritten Satz aus Pujols „Elegia por la muerte de un tanguerro“ vor und beeindruckte mit lyrischen Passagen und rhythmischen Elementen. Den Abschluss des Konzerts gestalteten Anna-Lisa Wies (Viola) und Margarita Dmitrashina (Klavier) mit einer bewegenden Interpretation von Zoltán Kodálys Adagio C-Dur.

Beeindruckende Talente und ein Konzert auf hohem musikalischen und technischen Niveau – der Schlussapplaus für alle Teilnehmer zeigte deutlich, dass diese ihre Preise mehr als verdient haben. Vom 18. bis 24. Mai werden sie nach Lübeck zum Bundeswettbewerb reisen.