Mannheim

Flüchtlingsunterkunft Mit Messer Mitbewohner attackiert

Tatverdacht: versuchter Totschlag

Archivartikel

Ein 22-Jähriger soll in einer Flüchtlingsunterkunft mit dem Messer auf den Kopf eines Mitbewohners eingestochen haben. Der junge Mann wurde in Untersuchungshaft genommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei gestern mitteilten. Der Tatverdacht lautet auf versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag gegen 21.30 Uhr in einer Mannheimer Erstaufnahmeeinrichtung. Den Angaben zufolge attackierte der Beschuldigte aus unbekannter Ursache einen 44-Jährigen hinterrücks auf dem Flur. Durch die Stiche habe das Opfer einen hohen Blutverlust erlitten und sei zu Boden gegangen, heißt es. Nach ärztlicher Behandlung bestehe mittlerweile keine Lebensgefahr mehr.

Flucht- und Verdunkelungsgefahr

Der 22-Jährige soll nach der Tat versucht haben, zu flüchten. Der Sicherheitsdienst in der Unterkunft hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Am Mittwoch wurde der nigerianische Staatsangehörige einem Amtsrichter vorgeführt, der Haftbefehl aufgrund von Flucht- und Verdunkelungsgefahr erließ.

Die Nationalität des Opfers gaben die Ermittlungsbehörden ebenso wenig bekannt wie die genaue Flüchtlingsunterkunft. Da Beamte vom Revier Käfertal anrückten, dürfte es sich um Spinelli in Feudenheim handeln. Aktuell sind nur noch dort sowie in der Industriestraße (Neckarstadt-West) Erstaufnahmeeinrichtungen in Betrieb. sma