Mannheim

Kultur Land bewilligt aus Förderprogramm 200 000 Euro

Technoseum plant neue Erklärfilme

Archivartikel

Das Technoseum will eine digitale Strategie für das gesamte Haus entwickeln. Dafür hat die Landesregierung einen Zuschuss von 200 000 Euro bewilligt. Er kommt aus dem Programm „Digitale Wege ins Museum II“, einem deutschlandweit einzigartigen Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes. Es ist mit insgesamt 3,1 Millionen Euro bewilligt, damit die elf Landesmuseen „beispielhaft neuartige Anwendungen entwickeln und erproben“ können. Die Entscheidung über die Mittel fällte nach einer Präsentation der Ideen eine Expertenjury aus vier Fachleuten der Museumsszene, so das Stuttgarter Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

„Wir sind noch in der Phase, diese Strategie zu erarbeiten und in Maßnahmen umzusetzen“, erklärte eine Technoseum-Sprecherin. Eine erste Idee sei es zum Beispiel, interaktive Erklärfilme für die Besucher der Dauerausstellung anzubieten. „Diese müssen wir nun erst einmal konzipieren und umsetzen“, heißt es.

Stationen in Medienausstellung

Schon beim ersten Programm, damals nur mit insgesamt 800 000 Euro ausgestattet, war Mannheim beteiligt. Dafür hat das Technoseum im Sommer den neuen Dauerausstellungsbereich zur Mediengeschichte mit Augmented-Reality-Stationen ausgestattet – Terminals, die Bilder in Echtzeit mit verschiedensten virtuellen Inhalten ergänzen. So kann man etwa einen Telegrafenarbeiter beim Verlegen von Drähten beobachten oder die Rolle des „Fräulein vom Amt“ übernehmen. „Das Technoseum macht den technischen und sozialen Wandel unserer Gesellschaft für alle Altersklassen erlebbar. Selbstverständlich müssen dazu gerade in einem der größten Technikmuseen Deutschlands auch Methoden des E-Learning gehören“, begrüßte die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne) die Förderung. pwr