Mannheim

Themen-Tiefe auf mehr als 100 Seiten

Archivartikel

Der 26. Januar, 23. Mai, 20. Juli und 9. November – das sind die Tage, an denen diese Zeitung mit Schwerpunktausgaben erscheint. Redakteure durchleuchten ausführlich Themen wie Wohnen, den 70. Geburtstag des Grundgesetzes, die erste Landung von Menschen auf dem Mond vor einem halben Jahrhundert und den Fall der Mauer zwischen Deutschland Ost und West vor 30 Jahren – auf zusammen mehr als 100 Seiten in Text, Bild, Grafik und Video. 

Wohnen

Es gibt Themen, die begleiten uns unser Leben lang. Neben der Nahrungssuche und -aufnahme spielt das Wohnen eine gewaltige Rolle. Ob in der Etagenwohnung zur Miete oder aber im eigenen Haus im Grünen – die Bedürfnisse und die finanziellen Möglichkeiten bestimmen die Eckpunkte. In den vergangenen Jahren lastet ein enormer Druck auf dem Wohnungsmarkt. Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Günstige Zinsen machen es auch vielen Privatleuten, die nicht allzu viel Geld gespart haben, möglich, in ein Eigenheim zu investieren.

Diese Zeitung greift das Thema zum Jahresbeginn auf und widmet ihm eine prall gefüllte Ausgabe – nach Januar 2018 zum zweiten Mal. Auf fast jeder Seite finden findet sich ein Beitrag – bunt mit Bildern und informativ mit Grafiken untermalt. Redakteure setzen sich mit Statistiken, Daten und Prognosen auseinander, fragen bei vielen Menschen nach, stöbern in Archiven oder sprechen mit Fachleuten.

Die Themen sind vielfältig und unterhaltsam – wie die Fragen, auf die es Antworten gibt: Wie steht es um Grundstücke in Ballungsgebieten? Wie gut lässt es sich in 50 Jahren leben? Wo und warum konkurrieren Touristen mit Mietern? Wie ist sozialer Wohnungsbau zu bewerten? Wie schütze ich mein Zuhause vor Einbruch? oder Warum ist die Küche der alte und neue Mittelpunkt der Wohnung?

Grundgesetz

Unsere Verfassung mit ihren 146 Artikeln – entstanden auf dem Boden eines befreiten Deutschlands – feiert am 23. Mai ihren 70. Geburtstag. Das Grundgesetz gibt unserem Land und seinen Menschen seit 1949 Halt, Richtung, Rahmen – aber auch Freiheit, Frieden und Fortschritt. Es wird geboren auf den Trümmern eines Zweiten Weltkriegs mit mindestens 60 Millionen Opfern, entfacht von Diktator Adolf Hitler und einem teils folgsamen Deutschen Reich.

Auf 32 Seiten stellen Redakteure dieser Zeitung die Entstehung, Wandlung, Weiterentwicklung des Grundgesetzes vor. Sie erläutern die Hintergründe der Grundrechte an vorderster Stelle der Verfassung, darunter den Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Auch wird gezeigt, in welchen Räumen und von wem in Bonn das Grundgesetz ausgearbeitet wird. Außerdem steht in der Ausgabe, dass mit dem späteren Mannheimer Bundestagsabgeordneten Carlo Schmid und dem Wahl-Bergsträßer Heinrich von Brentano zwei Männer aus der Region an der Entstehung der Verfassung intensiv beteiligt sind.

50 Jahre Mondlandung

21. Juli 1969, 22.56 Uhr Houston-Zeit – die Welt hält den Atem an. Rund 380 000 Kilometer von der Erde entfernt betritt der erste Mensch den Mond. „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen“, sagt der US-Astronaut Neil Armstrong beim Ausstieg, „aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“. Das größte Medienereignis bis dahin zieht weltweit 600 Millionen Menschen in den Bann. 50 Jahre danach erscheint diese Zeitung mit einer Schwerpunktausgabe.

Thomas Reiter, der erste Deutsche, der einen Außeneinsatz im All absolviert, erzählt in der Ausgabe, dass er sofort bereitstehe, wenn es wieder einmal zu einer Mond-Mission gehen sollte. Eine ganzseitige Grafik erklärt das „Projekt Apollo“ und damit die Reise zum Mond – während Hansjürgen Köhler von der Ufo-Meldestelle in Michelstadt feststellt, das Raucher häufiger Ufos sehen – weil sie ihrer Leidenschaft im Freien nachgehen.

Dass auch ein Mannheimer, Julius Harty, als Raketen-Pionier einen wichtigen Anteil an der Raumfahrtgeschichte hat, erfahren die Leser ebenfalls – und ein Redakteur blickt darauf zurück, wie er die Mondlandung vor 50 Jahren erlebt. Die größte Raumfahrtausstellung Europas gibt es übrigens im Technik Museum in Speyer zu sehen. Bunte Geschichte(n), genauso wie die Text-Happen, die die Raumfahrt-Historie in der Schwerpunktausgabe wieder aufleben lassen.

Mauerfall

Von August 1961 bis November 1989 trennt eine Mauer aus Stacheldraht, Steinen, Minenfeldern, Todesstreifen die Deutschen in Ost und West. Die sozialistischen Machthaber der DDR im Osten, treu ergeben an der Seite der damaligen Weltmacht Sowjetunion, ziehen die Mauer zwischen ein Volk, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter vier Siegern aufgeteilt wird.

Die mutigen Bürger in der DDR-Diktatur bringen die Mauer zum Einsturz – friedlich demonstrierend, beharrlich, ohne Blutvergießen, demonstrierend. Sie schicken damit einen deutschen Staat der Überwachung, Drangsalierung, Bedrohung, Unterdrückung auf den Scheiterhaufen der Geschichte. Wie das geschieht, welche Politiker jahrelang dafür arbeiten, wie das System der DDR funktioniert und auseinanderbricht – darüber berichten Redakteure dieser Zeitung ausführlich zum 30. Jahrestags des Mauerfalls vom 9. November 1989. Auch wird beleuchtet, was die Deutschen in Ost und West noch trennt, wie viel Normalität eingezogen ist, welche Unterschied es noch gibt zwischen Aachen und Cottbus. Gespräche mit geflüchteten DDR-Bürgern – spektakulär in einem Heißluftballon oder über den Umweg einer Gefängnisstrafe mit anschließender Ausweisung – runden die vielen Berichte ab wie auch die Suche nach dem, was heute noch von der DDR übrig ist, etwa in Literatur oder Musik.

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