Mannheim

Das Wetter des Monats Der September war etwas zu warm, sonnig und sehr nass / Zum Wochenende Mix aus Wolken und blauem Himmel in Sicht

Tief Klaus bringt Mannheimern Regen

Archivartikel

Auch wenn es immer mal wieder ziemlich heftig geregnet hat, so werden die Mannheimer den September 2019 doch als angenehm in Erinnerung behalten. „Er war fast ein Grad wärmer und um knapp zwei Prozent sonniger, als im Durchschnitt von diesem ersten Herbstmonat zu erwarten ist“, schlussfolgert Andreas Pfaffenzeller, der im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Daten für die Quadratestadt aufzeichnet. Und auch zum Wochenende hin, stellt der Wetterexperte sonnige Tage in Aussicht.

Das ist umso erfreulicher, denn der neu angebrochene Monat hat uns ja bislang leider noch nicht besonders mit Sonne verwöhnt – woran sich leider bis Freitag nicht viel ändern wird.

Niederschlagsrekord

Und auch im September fiel rund ein Drittel mehr Niederschlag, als ansonsten zu Beginn des Herbstes üblich ist. Am Samstag, 7. September regnete es sogar mehr als 22 Liter pro Quadratmeter. Das ist ein neuer Tagesrekord, der den bisherigen Spitzenreiter, den 7. September des Jahres 1987 mit 20,2 Litern, auf Platz zwei verweist.

Dabei war der Septemberstart in puncto Schönwetterperiode ausgesprochen vielversprechend. Tief Egbert steuerte in den ersten vier Tagen warme Atlantikluft aus Westen an den Neckar, die dann schnell unter Hochdruckeinfluss von Hoch Elektra geriet. Dabei war es anfangs noch teils wolkig und trocken, dann mehr und mehr sonnig, bei angenehmen Tageshöchsttemperaturen von 23 bis 27 Grad.

Kurze Abkühlung

Dann gab es eine kurze Abkühlung. Die Tiefdruckgebiete Ferdinand, Götz und Hans führten zunehmend kältere und feuchte Luftmassen aus dem Nordwesten nach Baden-Württemberg. So war es häufig stark bewölkt und zeitweise gab es Regen. Die Maxima lagen bei 15 bis 22 Grad.

Hoch Friederike und Gaia brachten Baden-Württemberg zur Monatsmitte hin zunächst wieder einen Zustrom von milden Luftmassen – meist aus Westen und Südwesten – sowie stabiles und spätsommerliches Hochdruckwetter. Hoch Hanneke steuerte kühlere Luft aus Nordwesten an den Rhein. Dann war es jedoch meist sonnig und es blieb zumindest trocken. Das Thermometer kletterte auf angenehme Höchstwerte von 21 bis 27 Grad. Das blieb jedoch nicht lange so: Bis zum 21. September wurden vorübergehend nur noch Temperaturen um 18 Grad erreicht. Eingeleitet hatten die letzten regenreichen Septembertage dann die Tiefdruckgebiete Klaus, Humberto und Lysander samt Sturmtief Mortimer. Bei meist wolkenverhangenem Himmel regnete es zeitweilig. Mortimer sorgte am Sonntag, 29. September für stürmische Böen bis 70,9 Kilometer pro Stunde (Windstärke 8). Die Tageshöchstwerte lagen jedoch immerhin bei 18 bis 24 Grad – Temperaturen von denen die Kurpfälzer zur Zeit nur träumen können.

Und wie geht es die kommenden Tage weiter? Während der Dienstag noch wolkig, aber trocken bei Temperaturen zwischen 15 und 16 Grad startet, müssen die Mannheimer dann spätestens am Vormittag mit Dauerregen und Windböen rechnen. Doch der Meteorologe gibt die Hoffnung auf einen Goldenen Oktober nach einem Blick in seine Aufzeichnungen noch nicht auf: „Schon der Freitag bleibt relativ trocken. Am Samstag wird es in Mannheim immerhin schon einen Mix aus Sonne und Wolken geben – und der Oktober hat ja gerade erst angefangen.“

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