Mannheim

EU-Studie Uni Mannheim an Forschungsprojekt beteiligt

Umfrage zu autonomem Fahren

Archivartikel

Konsumentenpsychologen der Universität Mannheim sind beteiligt am neuen EU-Verbundprojekt „Pascal“, das vernetztes und autonomes Fahren auf die Akzeptanz in der Gesellschaft untersucht. Das Projekt wird von der EU-Kommission mit insgesamt vier Millionen Euro für drei Jahre gefördert. Unter den dreizehn Konsortialpartnern ist die Universität Mannheim die einzige Einrichtung aus Deutschland.

Vor- und Nachteile untersucht

In den kommenden drei Jahren werden die Mannheimer Wissenschaftler mit Hilfe von Interviews und Online-Fragebögen tausende Menschen aus neun EU-Ländern über ihre Einstellung gegenüber vernetzten und autonomen Fahrzeugen befragen. Welche sind die wahrgenommenen Vorteile? Was sind die Bedenken und die wahrgenommenen Nachteile? Befragt werden verschiedene soziale Gruppen, abhängig von Alter, Bildung, Einkommensklasse oder Geschlecht. Im Fokus der Surveys stehen dabei nicht nur Autos, sondern auch Busse, LKWs oder Züge. „Wir untersuchen die Akzeptanz solcher Fahrzeuge unter Berücksichtigung verschiedener Nutzerperspektiven und Geschäftsmodelle“, erklärt Tobias Vogel vom Mannheimer Lehrstuhl für Konsumementenpsychologie, der das Teilprojekt leitet. Manche der Befragten lehnen etwa autonome Privatautos ab, sprechen sich aber für Leihwagen-Flotten aus. Fußgänger urteilen anders über dieses Phänomen als Fahrer.

Zwar sei die Technologie weitestgehend ausgereift und große Autokonzerne stehen schon in den Startlöchern. Bevor jedoch fahrerlose Autos die Straßen erobern, sollten Fragen juristischer und politischer Natur geklärt werden, findet Psychologe Vogel. Das übergeordnete Ziel seines Teilprojektes sei es daher, konkrete Empfehlungen für Politiker abzuleiten und ihnen Wege aufzuzeigen, wie man die gesellschaftliche Akzeptanz von autonomen und vernetzten Fahrzeugen verbessern und die Gesetze gegebenenfalls anpassen kann. Weitere Informationen zum EU-Verbundsprojekt Pascal gibt es unter https://trimis.ec.europa.eu.

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