Mannheim

Stadtparks Projekte der „Grünen Schule“ erhalten Urkunden / Biologische Vielfalt thematisiert

UN zeichnen Einsatz für den Artenschutz aus

Archivartikel

Svenja Schulze, die Bundesumweltministerin, hat sie unterschrieben: Gleich zwei Urkunden erhielt jetzt die „Grüne Schule“ der Stadtparks. Ihre Kurse und Führungen rund um den Heilpflanzengarten als „Natur-Apotheke inmitten der Großstadt“ wurden von einer unabhängigen Jury ebenso als offizielle Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wie ihre Workshops und Aktivitäten rund um den „Insekten-Hotspot Luisenpark“. Bürgermeisterin Felicitas Kubala überreichte die Urkunden im „Grünen Klassenzimmer“ im Pflanzenschauhaus.

„Diese Auszeichnung ist wohl verdient“, lobte die Bürgermeisterin die Arbeit von Ursula Jünger, der Leiterin der „Grünen Schule“, sowie ihrem Team. Deren Engagement beweise auch im Hinblick auf die Bundesgartenschau, so Parkdirektor Joachim Költzsch, dass die beiden Mannheimer Parks „einiges in die umweltpädagogische Waagschale werfen können“. Menschen aller Altersklassen könnten in den Mannheimer Parks „unvergessliche Umweltphänomene erleben“, dankte er Jünger und ihren Mitarbeiterinnen, die seit mittlerweile über 20 Jahren ökologische Themen „mit sehr viel Herzblut“ aufbereiten.

Den Preis habe das ganze Team des Luisenparks verdient, entgegnete Ursula Jünger – Handwerker und Schreiner, die sie in ihrer täglichen Arbeit unterstützen, sowie die gärtnerische Abteilung mit Christine Schweickhardt, die den Heilpflanzengarten „mit unglaublicher Hingabe und viel Gespür“ pflegen. Ihre Arbeit richte sich stets an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus, weshalb bei neuen Studien auch mal eine Heilpflanze ausgetauscht werde, wenn sie sich als schädlich erweise.

Gegen versiegelte Flächen

Mit über 600 Kursen, Workshops und Aktionen habe man es geschafft, Menschen für biologische Themen zu begeistern, freute sie sich. Der Heilpflanzengarten, 2007 durch den Förderkreis „Freunde des Luisenparks“ ermöglicht, „ist der interaktive Begegnungsort für viele Naturinteressierte der ganzen Region geworden“. Inzwischen hat sie in Kooperation mit der Klimaschutzagentur, der Stadtgärtnerei und den Arbeitstherapeutischen Werkstätten ein Begrünungskonzept für verödete und versiegelte Flächen auf Schulgeländen entwickelt – mit insektenfreundlichen, aber pflegearmen Blühpflanzen.

Das hat die Jury der Vereinten Nationen, die den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen hat und vorbildliche Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt oder deren Vermittlung fördert, ebenso überzeugt wie der „Insekten-Hotspot Luisenpark“. Ob am Bienenhügel, der von der gärtnerischen Abteilung des Luisenparks um Ellen Oswald angelegt wurde, am großen Insektenhotel oder beim „Tag der Insekten“ – auch hier leistet Ursula Jünger viel, um die Vielfalt der Arten zu erhalten. pwr

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