Mannheim

Kirche Ausstellung behandelt Flucht aus Syrien und Ostpreußen

„Uns verbindet mehr als uns trennt“

Zwei Ausstellungen und ein Begleitprogramm verbinden die Erfahrungswelten von Menschen, die 2015 aus Syrien und vor mehr als 70 Jahren aus Ostpreußen fliehen mussten. Am Donnerstag, 5. Juli, 19 Uhr, wird „Eine Taube für Damaskus“ und „Maikäfer flieg“ in der Johanniskirche eröffnet. Bis zum 22. Juli gibt es ein Begleitprogramm mit Kunst und Küche, Musik, Gottesdiensten, Informationen und Gesprächen. Das hat die evangelische Kirche gestern angekündigt. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

„Uns verbindet mehr als uns trennt“, sagt Pfarrerin Susanne Komorowski von der Johannisgemeinde. „Das gilt für viel Positives, aber auch für das universelle und schmerzliche Thema Flucht und Vertreibung.“ Die Doppelausstellung sowie die begleitenden Veranstaltungen sollen das verdeutlichen.

„Mit diesem Programm wollen wir einladen dazu, sich auf die durchaus auch eigenen und auf die Erfahrungswelten anderer einzulassen“ erläutert Komorowski.

„Menschen auf der Flucht – und wir“ mit den beiden Ausstellungen „Eine Taube für Damaskus“ und „Maikäfer flieg“ wird am morgigen Donnerstag um 19 Uhr in Anwesenheit des syrischen Künstlers Karam Abdullah eröffnet und musikalisch begleitet von syrischen Studenten der Popakademie Baden-Württemberg.

Zeichnungen und 114 Briefe

„Eine Taube für Damaskus“ zeigt Arbeiten von Karam Abdullah, der auf seiner Flucht aus Syrien auf seinem Smartphone mit einem speziellen Programm zeichnete. Das Projekt „Maikäfer flieg“ dreht sich um 114 Briefe von Elisabeth Puttkammer, die aus Ostpreußen fliehen musste.

Die Doppelausstellung in der Johanniskirche (Windeckstraße/Ecke Rheinaustraße) läuft bis zum 22. Juli, geöffnet ist sie montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr, mittwochs von 13 bis 18 Uhr, zudem zu Veranstaltungen und nach Vereinbarung.