Mannheim

Unter erbärmlichen Umständen gehalten: Polizei beschlagnahmt 22 Hunde

Archivartikel

Mannheim.Insgesamt 22 Hunde hat die Mannheimer Polizei am Dienstagmorgen auf einem Gartengrundstück im Mannheimer Bösfeld beschlagnahmt. Bereits in der Vergangenheit hatte der Hundehalter gegen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes verstoßen und wurde deswegen angezeigt.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde dank neuer Hinweise bekannt, dass auf dem Gelände wieder Hunde gehalten werden - obwohl gegen den Verantwortlichen eine behördliche Haltungsuntersagung ausgesprochen worden war. In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt der Stadt Mannheim wurde deshalb ein Durchsuchungsbeschluss beim zuständigen Verwaltungsgericht beantragt und am Dienstagmorgen um 8 Uhr in Vollzug gesetzt.

Auf dem Gartengrundstück befanden sich in den bereits aus der Vergangenheit bekannten sowie in neu gebauten Zwingern 21 Hunde, darunter 15 Jungtiere. Alle Tiere, insbesondere die Jungtiere, machten einen kränklichen Eindruck. Nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei um Cane Presa/American Staffordshire-Mischlinge, deren Zucht aufgrund der sogenannten Kampfhundeverordnung verboten ist. Die Tiere wurden laut Polizei unter desaströsen Umständen gehalten - die Ausläufe waren mit Kot und Abfall übersät.

Bei der Durchsuchung wurden die Beamten aufgrund von Blutspuren auch auf eine nahezu leblose Malinoishündin aufmerksam, die zahlreiche Bisswunden am Körper aufwies. Aufgrund des Gesundheitszustandes ist bislang davon auszugehen, dass sie ihren Verletzungen erlegen wird.

Alle Hunde wurden beschlagnahmt, tierärztlich begutachtet und umgehend in umliegende Tierheime in der Region verteilt. Eine endgültige Wegnahme wurde bereits in die Wege geleitet. Den ehemaligen Halter erwartet wegen der festgestellten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, Tierschutzhundeverordnung, sowie der Polizeiverordnung gefährlicher Hunde eine Anzeige.

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