Mannheim

Erfahrungen

Unternehmer und Quartiermanager

Von 2000 bis 2016 lenkte Jürgen Lindenberg, Geschäftsführer und Mitinhaber der Lindy-Elektronik GmbH und Erster Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, die Geschicke der Freien Waldorfschule (FWS) am Neckarauer Waldweg als Mitglied des Schulvereinsvorstands. Der 61-jährige war als junger Familienvater unzufrieden mit der Grundschule seiner ältesten Tochter. Mit Waldorfpädagogik hatte er sich bereits befasst, und so besuchten seine drei Kinder die Schule in Neckarau. Lindenberg engagierte sich zudem in der Elternarbeit und ist heute in beiden Mannheimer Waldorfschulen als prägendes Beiratsmitglied gefragt.

Seine beste Erfahrung: „Dass es viele Menschen gibt, die eine Schule mit dem Blick für die wirtschaftlichen Notwendigkeiten organisieren können.“ Und Enttäuschungen? „Obwohl ich unzählige Vorträge gehalten habe, interessierten sich viele unserer Lehrer kaum dafür, was zum Beispiel eine Abschreibung ist“, sagt der Kaufmann augenzwinkernd.

Ganzheitlicher Bildungsansatz

Für Gabriel Höfle ist der ganzheitliche, geistige, kulturelle und handwerkliche Bildungsansatz der Waldorfschulen die beste Erfahrung, die für den Ehemaligen der FWS am Neckarauer Waldweg bis heute trägt. Der 47-jährige, dessen Tochter ebenfalls die FWS besucht, ist hauptberuflich Quartiermanager in der Neckarstadt-West und Vorsitzender des Mietervereins Mannheim. Seit Anfang des Jahres arbeitet der Wirtschaftsingenieur und gelernte Orthopädiemechaniker im Vorstand des Neckarauer Schulvereins mit.

Dass die Waldorfpädagogik ihren Schülern die Zeit gibt, die sie benötigen, um sich zu entfalten und zu reifen, hat Höfle besonders überzeugt. Dass dies manchmal auf Kosten des Lernpensums geht, kann, wie er sagt, „Umgewöhnungen“ bei Prüfungen oder weiterführenden Ausbildungen erforderlich machen.