Mannheim

Giftköder Hundehalterin erstattet Anzeige

Verdächtige Frikadelle gefunden

Erneut sorgen Giftköder für Aufregung bei Hundebesitzern. Als Lisa Pascai gestern Morgen gegen 7.30 Uhr mit ihrer Bulldoggenhündin Amila am Hundeauslauf im Seefeld in Lampertheim-Hüttenfeld spazieren ging, bemerkte sie, dass die Hündin sich für etwas auf dem Boden interessierte. „Amila hat intensiv geschnüffelt, sie ist leider eine Allesfresserin. Da bin ich gleich dazwischen.“ Und tatsächlich: Lisa Pascai fand eine innen grünblau verfärbte Frikadelle. Die 29-Jährige brachte das Fundstück zur Polizei und erstattete Anzeige.

Erst einen Tag zuvor hat diese Zeitung über die Hündin Jacky berichtet, die im April vergangenen Jahres, ebenfalls in Lampertheim-Hüttenfeld, einen Giftköder aufgenommen hatte und drei Tage in einer Tierklinik um ihr Leben kämpfte. „Ich bin so froh, dass ich meinen Hund im Blick hatte und sie so am Aufnehmen hindern konnte“, sagt Lisa Pascai erleichtert.

Polizei hofft auf Hinweise

Die Polizei Lampertheim hat die Ermittlungen aufgenommen. „In der Frikadelle konnte man eine grünblaue Substanz erkennen. Auch DNA-Spuren wurden entnommen“, sagt Christiane Kobus, Sprecherin der Polizei in Südhessen. Man habe die Staatsanwaltschaft in Darmstadt eingeschaltet. Glücklicherweise sei bislang offenbar noch kein Tier zu Schaden gekommen. „Wir rufen Hundehalter zur Vorsicht auf und bitten, Personen, die sich in diesem Bereich auffällig verhalten, der Polizei zu melden“, so Christiane Kobus.

Auch Michael Klump von der Mannheimer Polizei ruft Hundehalter auf Anfrage nochmals ausdrücklich dazu auf, gefundene Giftköder in Plastikbeutel zu verpacken und bei der Polizei abzugeben. „Lieber einmal zuviel die Polizei informiert als einmal zuwenig. Man verhindert damit vielleicht, dass jemand, in diesem Fall ein Hund, zu Schaden kommt“, sagt Klump.

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