Mannheim

Gesamtelternbeirat Kritik an der Situation in der Stadt

Verdopplung gefordert

Archivartikel

„Die Schulleitungen, das Lehrerkollegium und die Eltern sind sich zu hundert Prozent einig: Schulsozialarbeit wirkt sich positiv auf den Schulalltag aus und führt zu besseren Leistungen bei allen Schülern“, sagt Thorsten Papendick. Der Vorsitzende des Mannheimer Gesamtelternbeirats fordert deshalb eine Verdopplung der Stellen. „Wir müssen jetzt handeln und alle Mannheimer Schulen mit Sozialarbeitern ausstatten. Die Stadträte sind dafür verantwortlich, die zusätzlich notwendigen 1,35 Millionen Euro pro Jahr in den nächsten Doppelhaushalt einzustellen“, betont Papendick.

Ihn stört besonders, dass alle anderen Städte in Baden-Württemberg und auch die Landkreise Mannheim „bei diesem wichtigen Thema abgehängt haben“. Dabei herrsche doch „parteiübergreifend Konsens, dass Schulsozialarbeit wichtig und richtig ist. Sie baut Benachteiligungen ab, stärkt und integriert die Schüler und trägt somit dazu bei, den bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen“, fasst der GEB-Vorsitzende die positiven Effekte zusammen.

Wissenschaftliche Unterstützung

Sie seien auch wissenschaftlich belegt, schreibt die Stadt Heidelberg in einer Pressemitteilung vom vergangenen Oktober – und beruft sich auf Ergebnisse der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg. Zu verzeichnen seien „Rückgang der unentschuldigten Fehlzeiten, spürbare Verbesserung des Schulklimas, Abnahme von Unterrichtsstörungen sowie der Gewaltbereitschaft“. bhr

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