Mannheim

Verfolgungsfahrt mit gestohlenem Auto und 160 Stundenkilometern innerorts

Archivartikel

Mannheim/Ludwigshafen.Mit teilweise 160 Stundenkilometern innerorts ist ein Autofahrer am Donnerstagabend vor der Polizei geflüchtet. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, wollten sie den Peugeot-Fahrer in der Mannheimer Neckarstadt-West anhalten. Er raste trotz roter Ampel los: unter anderem über die Jungbusch- und über die Konrad-Adenauer-Brücke nach Ludwigshafen.

Der Fahrer missachtete dabei sämtliche rote Ampeln, fuhr auch als Geisterfahrer auf der Gegenspur. Zwei stationäre Radaranlagen blitzten ihn. In der Ludwigshafener Straße streifte der Peugeot beim Überholen einen Ford und beschädigte diesen leicht. Wenige Meter danach, an der Einfahrt zur John-Deere-Straße, überfuhr der Flüchtende einen hohen Bordstein, beschädigte ein Verkehrsschild und fuhr dennoch weiter. Auf der Kurt-Schumacher-Brücke entkam der Autofahrer.

Den Wagen fanden Beamte später am Ludwigshafener Ludwigsplatz. Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug im September gestohlen worden war. Die Kennzeichen gehörten jedoch zu einem anderen Wagen. Das Fahrzeug wurde sichergestellt.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die den Fahrer des Peugeots am Ludwigsplatz haben aussteigen sehen und Hinweise geben können. Der Verkehrsunfallaufnahmedienst Mannheim sucht außerdem Zeugen der Verfolgungsfahrt und nach Verkehrsteilnehmern, die durch ihn gefährdet worden sind. Sie können sich unter der Rufnummer 0621/174 4045 melden.