Mannheim

Coronavirus Der 82-jährige Friedrich Körner aus Neuostheim hilft Thai-Imbiss mit großzügiger Geste / „Das war eine große Freude“

Vermieter erlässt Restaurant die April-Miete

Die Corona-Pandemie kommt für die Natthanicha Thai Küche zur Unzeit: Erst vor rund einem Jahr ist das thailändische Restaurant aus den Quadraten an die Dürerstraße in Neuostheim gezogen; der Mittagstisch war bei den umliegenden Betrieben sowie der Bundeswehrakademie beliebt. Doch nun kommt niemand mehr. „Mein Vater und ich haben beim Frühstück in der letzten Woche überlegt, was wir tun können“, erzählt Claus Körner.

Friedrich Körner ist 82 Jahre alt, ihm gehört das Haus, unten im Parterre befindet sich das Restaurant, sein Sohn und er selbst wohnen oben. Am Dienstag hat er Natthanicha Dannenberg dann einen Brief übergeben – und darin steht, dass ihr die Mietzahlung erlassen wird.

„Das war eine große Freude“, sagt die Restaurantchefin. „Sie hat gestrahlt“, erzählt Friedrich Körner. Der Mieterlass soll zunächst für April gelten. „Dann schauen wir weiter, wie sich die Coronavirus-Krise entwickelt.“

Das Restaurant bleibt unterdessen weiter geöffnet, Kunden können telefonisch ihre Bestellung aufgeben (0621/71 86 68 23) und die Speisen dann abholen (Dürerstraße 48). Die Karte enthält die klassischen Thai-Gerichte, Glasnudelsalat, Currys, Gemüse, gebratene Nudeln (www.natthanicha.sites.djangoeurope.com). Marlon Wilde ist extra aus Brühl gekommen, der Student hat die Natthanicha Thai Küche im Internet bei seiner Suche nach Take-away-Möglichkeiten gefunden; ein anderer Kunde erzählt, er sei froh, überhaupt ein geöffnetes Restaurant mit thailändischer Küche gefunden zu haben. Die Schwiegertochter von Friedrich Körner, Simone Körner, meint, die Aktion ihres Schwiegervaters zeuge von „großer Empathie in diesen außergewöhnlichen Zeiten“. Der 82-Jährige findet, das sei doch selbstverständlich. 

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