Mannheim

Ausbildung An Instituten in Germersheim und Heidelberg lernen Studenten das Dolmetschen und Übersetzen

Vermittler zwischen Kulturen

Archivartikel

Sie verstehen sich als Brückenbauer zwischen Menschen und Kulturen: Die Übersetzer. Sie müssen sich in einer Fremdsprache so sicher fühlen wie in ihrer Muttersprache.

Wie das gelingt, lernen Studenten in Übersetzungsschulen, wie etwa in Germersheim. Hier bildet der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz seit mehr als 70 Jahren junge Menschen zu Dolmetschern und Übersetzern aus. Mit über 2200 Studenten, davon 800 aus dem Ausland, zwölf angebotenen Sprachen und über 100 Partnerunis auf allen Kontinenten gilt der FTSK als eine der weltweit größten und bekanntesten Ausbildungsstätten.

Die Besonderheit: Hier lernen ausländische Studenten das Übersetzen und Dolmetschen auf der Basis ihrer Muttersprache. Aber auch in Heidelberg ist das Lernen anderer Sprachen Tradition: Das Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) an der Universität Heidelberg wurde 1929 als erstes Dolmetscher-Institut Europas an der Handelshochschule Mannheim gegründet und später in die Heidelberger Uni eingegliedert.

Schon 1960 hatte sich das Institut bereits so weit etabliert, dass rund 15 Prozent der damaligen EU-Dolmetscher hier ausgebildet wurden. 2017 stammen nach Angaben des IÜD über 25 Prozent der eingeschriebenen Studenten aus dem Ausland. Jährlich empfängt das IÜD ausländische Kurzzeitstudierende aus Partnerhochschulen, Gastdozenten und -wissenschaftler.

Für die Zukunft will das IÜD Kooperationen mit Instituten der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Medizin und Technik aufbauen, um die Studiengänge noch interdisziplinärer zu gestalten.

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