Mannheim

Video erklärt die Fasnacht

Archivartikel

Seit Wochen ertönt es in den Sälen, nun auch auf den Straßen: „Ahoi“ rufen laut die Narren. Sie tragen viele klimpernde Orden und bunt-glitzernde Kappen, huldigen einem eigentlich völlig bürgerlichen Prinzenpaar und nehmen den Spaß manchmal auch ziemlich ernst. Das schlägt sich natürlich auch in der Zeitung nieder, und sogar mancher Redakteur läuft in der „fünften Jahreszeit“ manchmal mit Narrenkappe herum. Aber warum?

Das hat sich Karsten Kammholz gefragt, seit 1. September Chefredakteur des „Mannheimer Morgen“. Seine Familie stammt aus Norddeutschland, die meiste Zeit seines Berufslebens hat er in Hamburg und Berlin verbracht. Klar, dass ihm daher das kurpfälzisch-närrische Brauchtum fremd ist. Aber er hat sich sofort dafür interessiert und nun Fragen stellvertretend auch für viele Leser gestellt, die keine närrischen Insider sind. Daraus entstand ein Video für das Morgenweb, den digitalen Auftritt des „Mannheimer Morgen“. Sein Gesprächspartner ist Chefreporter Peter W. Ragge. Seit 1988 beim „MM“, begleitet er seit Anfang der 1990er Jahre alle Prinzenpaare und ist federführend zuständig für die Berichterstattung über die größten Mannheimer Karnevalsgesellschaften sowie einige kleinere Vorortvereine im Mannheimer Osten.

Warum sehen Narrenkappen so aus? Welche historischen Wurzeln hat die Narretei im Rheinland? Wer entscheidet, ob jemand Prinz wird oder Prinzessin? Und warum gibt es manchmal nichts Ernsteres als die Fasnacht? Das Gespräch darüber zwischen Kammholz und Ragge ist ab heute im Morgenweb zu sehen – und natürlich endet es mit einem gemeinsam ausgerufenen, donnernden „Ahoi!“.

Wer noch mehr über die geschichtlichen Hintergründe der Fasnacht wissen will, findet viele Informationen darüber in der Wochenendbeilage. Da führt die Seite „Zeitreise“ ins Mainzer Fastnachtsmuseum, wo die fünfte Jahreszeit das ganze Jahr dauert. 

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