Mannheim

Gewalt Streit in Straßenbahn eskaliert auf dem Bahnhofsvorplatz / Polizei sucht Tatverdächtige / Weitere Auseinandersetzung in Lindenhofunterführung

Videoüberwachung dokumentiert Schlägereien in Mannheim

Zwei Schlägereien am Hauptbahnhof haben die Polizei am Wochenende beschäftigt. Laut einer Mitteilung vom Montag ist am Sonntag gegen 7 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz ein Streit zwischen mehreren Männern eskaliert, der in einer Straßenbahn der Linie 1 in Richtung Rheinau ausgebrochen war. Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren ein 20-jähriger Iraner und ein 24-jähriger Iraker mit drei Schwarzafrikanern verbal in Streit geraten.

Als die 20- und 24-Jährigen die Straßenbahn am Hauptbahnhof verließen, soll der 24-Jährige von einem Schwarzafrikaner verfolgt und mit der Faust mehrfach ins Gesicht geschlagen worden sein. Die anderen Begleiter hätten sich zunächst zurückgehalten, dann jedoch jeweils Partei ergriffen und versucht, ihren Begleitern zu helfen. Sicherheitsangestellte der Bahn konnten sie kurzzeitig trennen. Die Schwarzafrikaner liefen danach in Richtung eines Schnellimbisses, wo es zu einer weiteren Schlägerei zwischen den fünf Männern und zwei bis drei hinzugekommenen Schwarzafrikanern kam. Als die Polizei eintraf, waren alle Beteiligten bereits geflüchtet.

Nach Zeugenhinweisen wurden der 20- und der 24-Jährige, die leicht verletzt waren, im Bereich von L 15 vorläufig festgenommen. Die Schwarzafrikaner werden wie folgt beschrieben: Einer soll eine hohe Stirn haben und mit blauem T-Shirt und schwarzer Lederjacke bekleidet gewesen sein. Der zweite Mann trug Jeans, rotes Hemd und Lederjacke. Der dritte soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und von dicker Statur sein, er trug Rastalocken, eine grüne Blumenjacke und eine dunkle Lederjacke.

Attacke unter den Gleisen

Die am Hauptbahnhof installierte Videoüberwachung hat die Vorfälle aufgenommen, sie werden nun ausgewertet. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0621/44 11 25 zu melden.

Zu einer weiteren Auseinandersetzung kam es in der Lindenhofunterführung: Nach Bundespolizei-Angaben schubste ein 21-jähriger Syrer einen 19-jährigen Deutschen, der mit Schlägen und Tritten in Richtung des Syrers reagierte, wodurch dieser leichte Verletzungen an der Unterlippe und am Kopf erlitt. Beamte der Bundespolizei, die wegen der Videoüberwachung in der Unterführung auf den Vorfall aufmerksam wurden, nahmen vor Ort Personalien des 19-Jährigen und seiner zwei Begleiter auf.

Der 21-jährige Geschädigte verzichtete auf eine ärztliche Versorgung, die Polizisten dokumentierten seine Verletzungen zur Beweissicherung. Nach Abschluss der Maßnahmen durften alle Beteiligten ihren Weg fortsetzen.

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