Mannheim

Bildung Debatte um neunjähriges Gymnasium

Viele hoffen auf weiteren Versuch

Nicht ganz einstimmig, aber doch mit großer Mehrheit sendete der Bildungsausschuss des Gemeinderats ein klares Signal ans Stuttgarter Kultusministerium. Auf Antrag der SPD forderte das Gremium die Verwaltung auf, in Stuttgart in Sachen neunjähriges Gymnasium vorstellig zu werden und sich „dafür einzusetzen, dass zukünftig ein anderes Gymnasium als Ersatz für das Karl-Friedrich-Gymnasium (KFG) am Modellversuch G9 teilnehmen kann“.

Eine Ablehnung kam gestern lediglich von Volker Beisel (FDP), Claudius Kranz (CDU) und Gerhard Schäffner (Bürgerfraktion) enthielten sich. Wie mehrfach berichtet, möchte das KFG zum Schuljahr 2020/21 das Projekt des Landes auslaufen lassen.

Baden-Württemberg hatte es vor rund fünf Jahren 44 öffentlichen Gymnasien im Land erlaubt, G9 wieder einzuführen. Für Mannheim und den Rhein-Neckar-Kreis war das das KFG. Wenn es demnächst aussteigt, gäbe es ein solches Angebot in der gesamten Region nicht mehr. Denn das Kultusministerium erlaubt es nur Modellschulen, in die Verlängerung zu gehen. Dagegen wendet sich die Resolution. Dass zwei bis drei andere Gymnasien in Mannheim Interesse signalisiert haben, an die Stelle des KFG zu treten, bestätigte der geschäftsführende Schulleiter für Gymnasien, Gerhard Weber. Klar für ein entsprechendes G9-Angebot sprachen sich auch der Gesamtelternbeirat und Stadtschülersprecherin Clara Spies aus. bhr