Mannheim

Seckenheim Verband der Berufsköche richtet Stadtmeisterschaft aus /Azubis üben für Prüfung

Vom Drei-Gänge-Menü bis zum perfekt gedeckten Tisch

Eigentlich hätten sie alle einen Pokal verdient gehabt, da waren sich die geladenen Gäste im Badischen Hof in Seckenheim anlässlich der Stadtmeisterschaften der Köche und Köchinnen sowie der Hotel- und Restaurantfachleute einig. Auch die Jury, allesamt Prüfer der IHK, sprach von einem äußerst knappen Ergebnis. Und so durfte sich am Ende Sofie Bürger über den großen Ariva-Wanderpokal sowie den Kreativ-Pokal freuen.

Durch den Sieg bei der Stadtmeisterschaft hat sie sich für den Rudolf-Achenbach-Preis, der landesweit vergeben wird, qualifiziert. Die zwei besten Köche oder Köchinnen dieses Wettbewerbs können zudem an einem bundesweiten Wettbewerb teilnehmen. Doch so weit dachte Sofie Bürger an diesem Abend noch nicht und freute sich einfach über ihren Sieg. Sie war bereits im vergangenen Jahr, damals noch im 2. Lehrjahr, für eine Kollegin kurzfristig eingesprungen und hatte den Hygienepokal gewonnen. Bei den Hotel- und Restaurantfachleuten konnte sich Celine Capellmann durchsetzen und gewann noch zusätzlich den Kompetenzpokal. Durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren bekamen auch alle Teilnehmer noch ein passendes Geschenk.

Die Stadtmeisterschaft wird bereits seit fast 50 Jahren vom Verband der Berufsköche Mannheim-Ludwigshafen durchgeführt. Zum sechsten Mal war man damit im Badischen Hof in Seckenheim zu Gast. Für die Teilnehmer, die mit zwei Ausnahmen alle im 3. Lehrjahr sind, ist diese Meisterschaft eine gute Vorbereitung auf die in wenigen Monaten stattfindenden Abschlussprüfungen.

Drei-Gänge-Menü und Aperitif

Der Wettbewerb selbst findet unter Prüfungsbedingungen statt. Das heißt, die jungen Damen und Herren und ihre Ausbilder sehen, wo es klappt und wo sie eventuell noch nachbessern müssen. Auch bei der Meisterschaft gibt es einen Theorie- und einen Praxisteil.

Und so ging es für die jungen Leute schon am späten Vormittag los: Die Hotel- und Restaurantfachleute mussten nicht nur fachliche Fragen beantworten, sondern auch beim Tische-Eindecken darauf achten, dass alles an seinem richtigen Platz liegt oder steht. Bis zum Eintreffen der Gäste hatten junge Nachwuchsköche und Köchinnen sogar eigene Aperitifs kreiert. Später servierten die Nachwuchsköche das Drei-Gänge-Menü und kommentierten ihre Kreationen dabei.

Das Menü selbst mussten die Azubis aus einem vorgegebenen Warenkorb zusammenstellen. Saibling, Kalbshüfte, Gemüsebeilage oder lila Kartoffeln waren unter anderem darin zu finden. Die Hotel- und Restaurantfachleute wurden von der Abteilungsleiterin Ernährung der Justus-von-Liebig Schule Susanne Schneider, Axel Wiede und Mirko Mechler geprüft.

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