Mannheim

71 waagerecht Zyankali in der Gürtelschlaufe

Von den Nazis getötet

Archivartikel

Dass es nie zum Einsatz kam, das von Paul Eppstein vorsorglich in der Gürtelschlaufe versteckte Gift, jener verzweifelte Versuch, ein wenig Selbstbestimmung und Würde zu bewahren könnte man als Ironie des Schicksals bezeichnen. Und als tragisch, dass seine Frau Hedwig in Theresienstadt noch tagelang Essen für ihn brachte – nicht ahnend, dass ihn die Nazis bereits ermordet hatten. 1928 hatte Eppstein die Leitung einer Mannheimer Bildungseinrichtung übernommen, die er zu einer der wichtigsten und einer beispielhaften Einrichtungen mit Modellcharakter für ganz Deutschland entwickelte. Er leitete sie fünf Jahre lang. Im September 1944 ist Eppstein im Ghetto Theresienstadt erschossen worden. Seine Frau Hedwig wurde im Oktober nach Auschwitz deportiert, wo sie ebenfalls umkam. Wie hieß die Mannheimer Bildungseinrichtung, die Paul Eppstein bis 1933 geleitet hatte zu seiner Zeit? mai

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