Mannheim

Bürgerstiftung Mit einem jährlich stattfindenden Wettbewerb werden soziale Projekte unterstützt / Online-Abstimmung noch bis 31. Juli

Von Mannheimern für Mannheimer

Archivartikel

Das Ziel: Ein Miteinander schaffen – zum Wohle der Stadt und der Menschen, die hier leben. Das hat sich die Mannheimer Bürgerstiftung auf die Fahne geschrieben. Und zwar bereits seit 21 Jahren. 1998 gegründet, engagiert sich die Zusammenkunft aus Bürgern der Quadratestadt darin, Projekte anzustoßen und vor allem finanziell zu unterstützen. Prominente Mitglieder sind etwa Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (Stiftungsrat) oder auch der Musiker und Produzent Michael Herberger (Vorsitzender des Stiftungsrats).

Früher, erklärt einer der ehrenamtlichen Geschäftsführer, Rico Fischer, förderte die Stiftung ausgewählte Projekte. „Dabei sind wir aber – salopp gesagt – einfach untergegangen, waren nicht so präsent“, so Fischer. Dann habe es 2017 eine Neuausrichtung gegeben. „Nun wollen wir jährlich nur noch über den Wettbewerb ,Mensch Miteinander’ fördern.“ Zur Zeit läuft der Contest. 10 000 Preisgeld gibt es dabei für den ersten Platz. Der zweite erhält 5000 und der dritte Platz 2000 Euro. Beworben haben sich Initiativen, Vereine oder Einzelkämpfer – die ehrenamtlich Zeichen für eine Gemeinschaft ohne Grenzen setzen. Also Bürger, die dafür sorgen, dass das Zusammenleben zwischen Menschen verschiedener Kulturen, Religionen, individueller Fähigkeiten oder sozialer Milieus in der Stadt ein Stück besser funktioniert.

Der Contest geht über zwei Runden, erklärt Fischer. Zunächst stellen die Teilnehmer ihr Projekt per Videobeitrag vor. „Und die Mannheimer stimmen ab.“ Aus den Top Zehn werden die drei Gewinner durch die Mitglieder der Bürgerstiftung ausgewählt. „Für Projekte, die nicht so bekannt sind – und deshalb vielleicht noch nicht so viele Menschen mobilisieren konnten –, haben wir einen Sonderpreis eingerichtet. „Held der Straße“ heißt er und ist mit 3000 Euro dotiert.

2018 gewann „Younity Mannheim“. Das Kulturhaus und die Rapschule „Who am I“ verbinden mit ihrer Arbeit junge Menschen aller Nationen, betreiben Jugendkulturarbeit und Sprachförderung. Damit stehe das Projekt für das friedliche Zusammenleben ohne Gewalt und Kriminalität, hieß es im Dezember von der Bürgerstiftung.

Geben und Nehmen

Zu den Projekten, die früher unterstützt wurden, zählen zum Beispiel die „Give and Take“-Regale der Künstlerin Antoanetta Marinov. Auf Deutsch bedeutet der Name des Projekts „Geben und Nehmen“. Mit ihren Regalen gibt die Mannheimerin Menschen die Chance, Objekte jeglicher Art mitzunehmen und abzugeben. Laut Fischer von der Bürgerstiftung ist genau so etwas ein Zeichen für das gesunde Miteinander in Mannheim. „Überzeugt hat die Bürgerstiftung vor allem der Grundgedanke hinter dem Projekt: die Schaffung einer Kultur der Großzügigkeit durch öffentliche Regale.“

Abstimmen für den diesjährigen Wettbewerb können Bürger noch bis zum 31. Juli auf der Webseite www.mensch-miteinander.de.

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