Mannheim

Seebühne Kindergarten-Award der Heinrich-Vetter-Stiftung an neun Einrichtungen verliehen

Von richtiger Ernährung bis zum „Bücher-Königreich“

Archivartikel

Das war so richtig nach dem Geschmack der Kinder. Lautstark begegneten sie den Ängsten des „Grüffelo“ vom Kindertheater Casablanca des Capitols. Erst als sie versprochen hatten, ihre Zähne nicht zu zeigen und ihre „Krallen mit den schwarzen Rändern unter den Nägeln“ nicht auszufahren, wagte sich der Grüffelo hinter dem Rücken seines Freundes aus seinem Versteck auf der Seebühne des Luisenparks. Die Vorstellung konnte sehr zur Freude der vielen Kleinen im weiten Rund der Seebühne beginnen. Nach dem Theaterstück gab es wie bei den Großen viel Beifall.

Der Nachmittag hatte allen gefallen. Doch am Anfang hatte die Übergabe des Kindergarten Award an neun Kindergartenprojekte gestanden. Bereits zum vierten Mal verlieh die Heinrich-Vetter-Stiftung den Preis, der mit jeweils 500 Euro dotiert ist. Somit förderte sie mit insgesamt 4500 Euro besondere Projekte.

Planeten gebastelt

Sozialkoordinatorin Antje Geiter und der Geschäftsführer der Heinrich-Vetter-Stiftung, Hartwig Trinkaus, hatten alle Hände voll zu tun, um den kleinen Gästen die Urkunden zu überreichen. Die Jungen und Mädchen hatten schließlich auch ganz tolle Projekte bearbeitet. Im Kinderhaus Dresdner Straße gab es das Ernährungsprojekt „ Leo der Löffel“. Dabei ging es um Anbau und Herkunft von Lebensmitteln. Der evangelische Kindergarten Martins-kirche hatte sich mit Herkunft und Verwendung von Farben beschäftigt, das städtische Kinderhaus Seckenheim Süd hatte Planeten gebastelt, und das Kinderhaus Erlenhof setzte sich mit Kinderrechten auseinander. Das Kinderhaus St. Lioba verwandelte sich in eine Bibliothek. „Königreich der Bücher“ lautete hier der Projekttitel. Im Kinderhaus August-Kuhn-Straße lernten Kinder den Garten und die dort wohnenden Insekten kennen. Die Krippe Weidenstraße hat eine musikalische Frühförderung ins Leben gerufen, und der Kindergarten Neuhermsheim beschäftigte sich mit einem aktuellen Thema – der Integration von Anfang an. Zu guter Letzt setzte sich das Eltern-Kind-Zentrum Ida Dehmel mit allen möglichen Arten von Lehm auseinander.

Vierte Auflage

Die Veranstaltung fand zwar insgesamt zum vierten Mal statt, aber zum ersten Mal auf der Seebühne, was Parkdirektor Joachim Koeltzsch und Veranstaltungsleiter Andreas Dauth als Erfolg werteten. „Die Veranstaltung passt so richtig in unseren Luisenpark“, stellte Koeltzsch zufrieden fest. In der Tat war dem so: Die Kinder – in Begleitung von Eltern oder Großeltern und Betreuern – bereicherten den in blassrosa blühenden Park und fügten ein buntes Mosaiksteinchen hinzu.