Mannheim

Voraussetzung für Teilhabe und Bildung – als Prävention gegen Armut

Archivartikel

Das Projekt Campus-Neckarstadt-West hat einen starken Fokus auf Netzwerkbildung, sagt Stadtsprecherin Beate Klehr-Merkl. Daher sei es wichtig, dass sich engagierte Bürger mit eigener Expertise zu Themen wie Bildungsteilhabe und Stadtteilentwicklung Gedanken machten und sich äußerten. Situationsbeschreibungen, Analysen und Lösungsansätze würden dann im Rahmen der Weiterentwicklung des Projekts reflektiert und einbezogen.

Ziel sei es, „die Teilhabemöglichkeiten und den Zugang zu den vorhandenen Ressourcen im Stadtteil für Kinder zu verbessern“, so Bildungsbürgermeister Dirk Grunert. Mit anderen Maßnahmen soll das Campus-Projekt „als Interim auf dem Weg zu Ganztagsschulen dazu beitragen, mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder zu schaffen und ihnen eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen“. Die Eltern werden dabei als Partner verstanden, die ihre Kinder unterstützen sollen. Um sie noch stärker einzubeziehen werde deshalb durch eine spezielle Elternbegleitung in Zusammenarbeit mit der Freudenbergstiftung die direkte Ansprache und Beratung unterstützt, heißt es von der Stadt. Der Zugang zu den Eltern sei in der ersten Phase über die Schulen im Stadtteil hergestellt worden, die eng mit Campus kooperieren.

Campus sei ein Projekt im Rahmen der Kinderarmutsprävention. Es wirke, indem es das Schulangebot durch städtische Ganztagesangebote wie etwa ein gesundes Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und viele kreative, musische sowie sportliche Angebote an fünf Nachmittagen ergänzt – die vielen Kindern in ihrem häuslichen Umfeld nicht ermöglicht werden können, so Klehr-Merkl. Das wirke auf Persönlichkeitsentwicklung, Spracherwerb, Selbstsicherheit. Und schaffe Voraussetzungen für Teilhabe und Bildungserfolg – die beste Prävention gegen Armut.

Zum Thema