Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen

Vortrag über „Besatzungskinder“

Mannheim.Einem ganz heiklen Kapitel der Nachkriegsgeschichte widmet sich der Mannheimer Altertumsverein. Er lädt am Donnerstag, 12. April, um 19 Uhr, zu einem Vortragsabend in die Reiss-Engelhorn-Museen in D 5 ein. Simone Tibelius vom Landesarchiv Baden-Württemberg berichtet da über Vaterschaftsanerkennung und Unterhaltszahlung für Wehrmachts- und Besatzungskinder nach dem Zweiten Weltkrieg.

Als viele Männer im Krieg als Besatzer, Kriegsgefangene oder Flüchtlinge in fremde Gebiete kamen, knüpften sie Kontakte zu einheimischen Frauen. Eine Folge war die Geburt von mehreren 100 000 nichtehelichen Kindern. Die Referentin beleuchtet, wie zu Beginn der 1950er Jahre eine grenzüberschreitende Vaterschaftsanerkennung und ein Unterhaltstransfer zwischen den ehemals verfeindeten Nationen überhaupt realisiert werden konnte.