Mannheim

Feuerwehr bereitet sich vor

Waldbrandgefahr in Mannheim und Region gestiegen

Mannheim.

Feuerwehr und Forstverwaltung rechnen mit deutlich gestiegener Waldbrandgefahr. Alle Grillplätze und Feuerstellen in den Mannheimer Wäldern sowie im Rhein-Neckar-Kreis sind daher gesperrt. Nach dem offiziellen Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes ist für unsere Region die vierte von bis zu fünf Stufen erreicht.

„Die letzten stärkeren Niederschläge, liegen bereits über fünf Wochen zurück. Besonders in den trockenen Kiefernwäldern auf sandigen Böden zwischen Mannheim und Altlußheim besteht ein extrem hohes Waldbrandrisiko“, erklärt Sebastian Eick, Leiter des Forstamts Mannheim. „Das bisschen Regen, das wir hatten, kam doch gar nicht auf dem Waldboden an“, ergänzt Klaus Sieber, Diplom-Forstingenieur und als Wachleiter Nord im Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.

Großer Wassertank

Nach den hohen Temperaturen der vergangenen Tage seien die Böden völlig ausgetrocknet, „man kann schon von einer Dürre sprechen“, so Sieber. Das sei auch „extremer als im Vorjahr“ und betreffe nicht allein den Wald, sondern zudem alle anderen Grünflächen und Felder. Daher habe die Feuerwehr der Stadt empfohlen, nach dem Mähen von Wiesen den Grünschnitt nicht liegenzulassen, sondern zu entsorgen, dann finde ein eventueller Funkenflug nicht so viel Nahrung. In den Wald ausrücken musste die Feuerwehr in Mannheim in diesem Jahr zwar noch nicht - allerdings gab es schon Flächen- und Böschungsbrände. In jedem Fall sei man aber für Waldbrände „gut gerüstet“, versichert Sieber.

So sind bei den Abteilungen Nord, Feudenheim und Rheinau der Freiwilligen Feuerwehr jeweils geländegängige Tanklöschfahrzeuge mit 3000 Litern Wasser stationiert - ergänzend zu den zwei Groß-Tanklöschfahrzeugen der Berufsfeuerwehr (je 4000 Liter) auf den Wachen Nord und Süd. Auf Wache Nord steht zudem speziell für Wald-Einsätze einen Abrollbehälter mit einem 8000-Liter-Wassertank startklar.

Jedes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug ist zudem schon vor zehn Jahren mit einem sogenannten Waldbrandset ausgestattet worden. Dazu zählen „Waldbrandpatschen“, mit denen man einfach auf die Glutnester schlägt, sowie Wiedehopfhauen, um zu in der Humusschicht verborgener Glut vorzudringen. „Eine absolute Besonderheit für eine Großstadt-Feuerwehr“, so Sieber.

Aber der Käfertaler Wald sei ja auch „der meistbesuchte stadtnahe Wald in Baden-Württemberg“. Dazu kommen schmalere Schläuche. „Viel Wasser dabei haben, aber sparsam benutzen - das ist das Motto im Wald“, so Sieber. Man müsse „schnell da sein und schauen, dass kleine Feuer nicht groß werden und nicht aus dem Ruder laufen“.