Mannheim

Bundeswehr Wehrbeauftragter besucht Bildungszentrum

Warnung vor Misstrauen

Archivartikel

Vor einer „Misstrauenskultur“ in der Bundeswehr hat Hans-Peter Bartels, der Wehrbeauftragte des Bundestages, gewarnt. Anlass war ein Besuch im Bildungszentrum der Bundeswehr, wo ihn Präsident Christoph Reifferscheid willkommen hieß. Er informierte ihn über die Aufgaben und Herausforderungen der Dienststelle in Neuostheim und die Auswirkungen der Trendwende Personal. Dabei geht es insbesondere um die Versuche, die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv zu machen.

Ausdrücklich lobte Bartels die Qualität der Ausbildung der Rüstungsmanager – auch wenn es über den Zustand des Materials und die Kostenentwicklung bei Projekten immer wieder Diskussionen gibt. Die Mitarbeiter seien „durchaus in der Lage, in ihren Bereichen Verantwortung zu übernehmen, man muss sie diese Verantwortung aber auch übernehmen lassen“, sagte er unter Hinweis auf die Politik. Diskutiert wurde die digitale Transformation der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf die Bundeswehr. Dabei mahnte Bartels, „nicht jeden Trend mitzumachen“.

Das Bildungszentrum ist eine Bundesoberbehörde. Sie steuert und koordiniert Aus- und Weiterbildung der Zivilbeschäftigten wie der Soldaten. Der Wehrbeauftragte, vom Bundestag eingesetzt, ist eine weltweit einzigartige Institution. Er darf jederzeit unangemeldet Truppenbesuche machen und soll sicherstellen, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und bleibt. 

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