Mannheim

Was Lokalsport alles kann

Lokalsport ist bunt. Lässt schmunzeln, sorgt manchmal für Ärger, verbindet jung und alt. Judo, Handball, Hockey, Tennis, Turnen oder Fußball – fast jeder kann auf den Lokalsportseiten einer Tageszeitung eine Geschichte für sich entdecken. Darüber sind sich auch Anke Vehmeier, Leiterin des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung und Horst Seidenfaden, ehemaliger Chefredakteur der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine (HNA)“, einig. Die beiden organisierten einen Power-Workshop des Magazins „drehscheibe“ zum Thema Lokalsport. 13 Journalisten – unter anderem von „Die Glocke“, „Heilbronner Stimme“, „Die Rheinpfalz“, „Nürnberger Nachrichten“ – kamen am Donnerstag zusammen, um sich darüber auszutauschen, was der „Riese“ Lokalsport wirklich kann – und was aus ihm noch rausgeholt werden kann. „Bring eine Idee mit – nimm zehn mit nach Hause“ lautete das Motto des Tagesseminars, das in den Räumen des „MM“ stattfand. Die Sportredakteure stellten sechs Stunden lang Projekte vor, die in ihren eigenen Zeitungen verwirklicht wurden.

Zum Beispiel die 06Dreißig-Fitnessaktion der „HNA“, wo Bürger in Kassel und Nordhessen regelmäßig zusammenkommen, um unter freiem Himmel gemeinsam Sport zu treiben. Jörg Moll von der „Offenbach-Post“ stellte eine historische Serie über den Fußballverein Offenbacher Kickers vor, beim „Miesbacher Merkur“ hatten Leser die Möglichkeit, über den Landkreissportler des Jahres abzustimmen. „MM“-Sportredakteur Jan Kotulla präsentierte die Serie „Stark im Sport“, die kommende Woche zum 84. Mal erscheint.

„Die Lokalsportredakteure konnten sich auf Augenhöhe begegnen und voneinander profitieren“, resultierte Vehmeier. Auch „MM“-Volontär Sebastian Koch, der am Seminar teilnahm, war zufrieden: „Der Tag hat gezeigt, wie vielseitig Lokalsportjournalismus ist.“