Mannheim

Rheindamm Lindenhöfer Bürger pochen auf Spundwand-Lösung / Regierungspräsidium lädt zum Info-Abend in die Rheingoldhalle ein

Weg zur Deichverteidigung „überflüssig“

Mannheim.„Den vom Regierungspräsidium Karlsruhe als notwendig angesehenen Dammverteidigungsweg macht eine durchgängige Spundwand überflüssig“ – dies betont der Vorsitzende der Bürger-Interessengemeinschaft (BIG) Lindenhof, Ulrich Holl, in einer Presseerklärung. Holl beruft sich dabei auf ein Gutachten des Darmstädter Ingenieurs Christian Schmidt, den die BIG mit einer Machbarkeitsstudie zur anstehenden Rheindammsanierung beauftragt hat.

Vergleichbare Spundwände würden auch in Bayern bei Dammsanierungen gebaut, so Holl. Er verweist dabei auf das „Hochwasserschutz Aktionsprogramm 2020plus“ des Nachbarlands Bayern. Im Vorfeld einer im Planungsverfahren des zuständigen Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe vorgesehenen Bürger-Informationsversammlung am Montag, 23. September, erklärt Holl zudem: „Wir sind sicher, dass das Regierungspräsidium an seinen Kahlschlag-Plänen festhalten wird.“

Nach Schätzungen des RP müssen im Zuge der vier Jahre dauernden Dammsanierung etwa 1000 große Bäume gefällt werden. BIG geht dagegen davon aus, dass sogar mehrere tausend Bäume abgeholzt werden müssten. Als alternative Bauweise, die den Erhalt der meisten Bäume ermöglichen würde, schlägt BIG die von Gutachter Schmidt beschriebene durchgängige, vollständig in die Erde eingelassene Spundwand vor, wie sie den Angaben zufolge „vielfach zum wirksamen Hochwasserschutz auf neuestem Stand der Technik eingesetzt wird.“ Holl: „Sicherer Hochwasserschutz geht auch mit Baumerhalt.“

Das RP geht dagegen davon aus, dass ein Dammverteidigungsweg, den schwere Lkw befahren können, auch bei einer Spundwandlösung unverzichtbar sei und somit dennoch Bäume in großer Zahl gefällt werden müssten.

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