Mannheim

Baumfällungen Regierung soll Gegengutachten einbeziehen

Weirauch appelliert ans Land

Archivartikel

Der SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch verlangt, dass die Landesregierung beim Thema Baumfällungen am Rheindamm auf die Bürgerinteressengemeinschaft Lindenhof (BIG) zugeht und das von dieser in Auftrag gegebene Alternativgutachten bei der weiteren Planung berücksichtigt. Wie Weirauch mitteilt, hat er ein Schreiben an den Grünen-Umweltstaatssekretär Andre Baumann verschickt.

„Wenn zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die dazu führen könnten, Baumfällungen weitestgehend zu vermeiden, sollten diese auch in eine Planung mit so großer Tragweite einbezogen werden“, begründet Weirauch sein Drängen auf Berücksichtigung des BIG-Gutachtens zur Baumstatik. Die Lindenhöfer SPD-Stadträtin Heidrun Kämper pflichtet dem bei: „Die Erkenntnisse des Gutachtens sollten auf jeden Fall in den Entscheidungsprozess einfließen.“ Und zwar bevor das Regierungspräsidium den Planfeststellungsantrag einreiche.

Weirauch und Kämper zeigen sich in diesem Kontext auch irritiert über gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen CDU und Grünen in Mannheim. „Grüne und CDU stehen gleichermaßen in der Pflicht, alles zu versuchen, Baumfällungen zu vermeiden, sofern sie zum Hochwasserschutz nicht unerlässlich sind. Es bringt uns nicht weiter, wenn die CDU auf das grüngeführte Umweltministerium zeigt und die Grünen im Gegenzug die neue CDU-Regierungspräsidentin in Haftung nehmen“, argumentieren sie. „Wir sollten alle an einem Strang ziehen, dass keine Bäume gefällt werden, wenn es der Hochwasserschutz nicht zwingend erfordert“. Wie mehrfach berichtet, droht zur Sicherung des Rheindamms bis zu 1000 Bäumen die Fällung. 

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