Mannheim

Fußball Stadt und Sportkreisjugend starten Nachwuchswettbewerb

Weltmeisterschaft für Schüler

Archivartikel

Unter dem Motto „Straßenfußball für Toleranz und Fair Play“ tourt auch dieses Jahr die Straßenfußball-Weltmeisterschaft ab dem 12. Juni durch Mannheim. Spaß am gemeinsamen Spiel, Integration, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung stehen für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren dabei im Mittelpunkt. Das hat die Stadtverwaltung jetzt mitgeteilt.

Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland kommt die Fußballbegeisterung auf die Mannheimer Straßen und Schulhöfe. Vom 12. Juni bis zum 28. Juni werden an acht Spieltagen 16 Mannschaften für den Finalspieltag ausgespielt. Seit über zehn Jahren touren die „Jugendarbeit Mobil“ und das Spielmobil der Jugendförderung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, der Fachbereich Sport und Freizeit sowie die Sportkreisjugend durch verschiedene Mannheimer Jugendeinrichtungen und Schulen.

Die Anmeldungen erfolgen direkt über die Einrichtungen und Schulen. Mit jährlich über 700 Teilnehmern ist die Turnierserie eine der größten zusammenhängenden Turniere außerhalb des „normalen“ Ligaspielbetriebs in Mannheim.

Sonderregeln für Mädchen

Bei dieser Straßenfußball-WM stehen Spaß und Freude am gemeinsamen Spiel im Vordergrund. Der Stellenwert von Sieg und Niederlage wird dadurch relativiert, dass auch faires Verhalten eine große Rolle spielt. Das Team mit den meisten Toren hat nicht automatisch gewonnen, da zu den Punkten für den Sieg durch Tore noch bis zu drei Fair-Play-Punkte kommen. Bei der Nachbesprechung der Spiele schulen die teilnehmenden Jugendlichen unter Moderation der Teamer ihre Kommunikationsfähigkeit und den Umgang mit Konflikten sowie die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten. Es versteht sich daher von selbst, dass für physische und psychische Gewalt auf dem Spielfeld kein Platz ist und diese auch nicht akzeptiert wird. Die Veranstalter sind sehr darauf bedacht, Manipulationsversuche auch außerhalb des Spielbetriebs zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Die Jugendlichen sollen lernen, dass es andere Möglichkeiten gibt, um mit Stress, Konkurrenz, Konflikten und Problemen umzugehen.

Mitmachen dürfen alle Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 15 Jahren. Der integrative Aspekt der Straßenfußball-WM wird noch dadurch unterstrichen, dass die Teams vor Beginn eines Spieltags die Trikots einer bestimmten Nation zugelost bekommen, die sie dann symbolisch für den Spieltag repräsentieren.

Den Mädchen kommt beim Straßenfußball eine besonders wichtige Rolle zu. Denn die Regeln unterstützen den Anspruch, Gleichberechtigung auf dem Spielfeld einzuüben. Die Teams, die ihre Mädchen anfangs nur auf Grund des Reglements einsetzen, lernen recht schnell, dass sie ihre Mädchen ins Spiel einbeziehen müssen, um Erfolg zu haben. Denn: Ohne Mädchentor kann kein Spiel gewonnen werden. Und seit 2010 zählen die Mädchentore doppelt. red