Mannheim

Widerstand gegen Kontrolle - Gerangel mit Polizei vor Mannheimer Diskothek

Archivartikel

Mannheim.Erst durch ein massives Aufgebot und den Einsatz von Schlagstöcken hat die Polizei am frühen Sonntagmorgen ein Gerangel vor einer Diskothek in der Mannheimer Lagerstraße in den Griff bekommen. Mehrere Personen hatten sich zuvor gegen Beamte solidarisiert, die einen 22-Jährigen kontrollieren wollten.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, waren zwei Polizeibeamte in der Diskothek im Einsatz, nachdem dort bei einem Streit  ein 28-Jähriger verletzt worden war. Die Polizisten waren gegen 5.30 Uhr gerade mit dem Verletzten beschäftigt, der in einem Rettungswagen versorgt wurde, als einer der Polizeibeamten sah , dass ein 20-Jähriger sich derweilen auf den Fahrersitz des in unmittelbarer Nähe abgestellten Streifenwagens gesetzt hatte. Ein weiterer 22-Jähriger verließ die Rücksitzbank des Wagens mit einer Polizeianhaltekelle.

Nach Aufforderung durch die Polizisten stieg der 20-Jährige wieder aus dem Streifenwagen, der 22-Jährige weigerte sich zunächst die Anhaltekelle herauszugeben und spielte sich vor einer Gruppe von etwa zehn Personen ob seines Tuns auf. Ein Polizeibeamter nahm ihm daraufhin die Kelle weg, worauf der 22-Jährige den Polizeibeamten von sich stieß. Ein bislang unbekannter Mann griff daraufhin den Polizisten unvermittelt von hinten an. Dieser Unbekannte wurde von seiner Streifenpartnerin abgewehrt.

Der 22-Jährige wollte sich danach einer Personalienfeststellung entziehen und drohte den Beamten mit Gewalt. Als diese das verhindern wollten, kam es zu einem Gerangel zwischen den Polizeibeamten, dem 22-Jährigen und Teilen der Zuschauergruppe, die sich gegen die Polizei zusammenschlossen und die Flucht des 22-Jährigen offensichtlich ermöglichen wollten. Die Polizeibeamten konnten nur mit angeforderten Unterstützungskräften und dem Einsatz von Schlagstöcken der Lage Herr werden.

Eine Polizeibeamtin wurde bei der Auseinandersetzung durch einen Schlag gegen den Kopf leicht verletzt, konnte ihren Dienst jedoch fortführen. Der 22-jährige Angreifer wurde ebenfalls leicht verletzt, nach Feststellung seiner Personalien und Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß entlassen. Insgesamt waren neun Funkwagenbesatzungen bei dem Vorfall eingesetzt.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0621/33010 bei der Polizei zu melden.