Mannheim

Kultur Fotoausstellung mit Podiumsdiskussion

Wie Afghanen „hier und dort“ leben

Die Spannung der Migrationsdebatte wird von der Fotoausstellung „Hier und Dort – Aus der unsicheren Heimat Afghanistan in die unsichere Zukunft“ aufgegriffen. Sie wird am Freitag, 5. Oktober, um 19.30 Uhr in den Räumen des Community Art Center Mannheim (CaCm), Mittelstraße 17, mit einer Vernissage eröffnet. An diesem Abend werden Kurzfilme des ARD-Korrespondenten und Filmemachers Martin Gerner gezeigt. Anschließend findet ein Podiumsgespräch über die Situationen „Hier und Dort“ statt – vor allem im Hinblick auf das aktuelle Zusammenleben und drohende Abschiebungen. Neben Martin Gerner sind Fotograf und Initiator der Ausstellung Sharif Tavakuli sowie Grünen-Sprecher Gerhard Fontagnier vom Verein „Mannheim sagt Ja“ dabei.

Junge Fotografen haben aus ihrer unsicheren Heimat „dort“ Bilder geschickt. Diesen werden Fotografien von Geflüchteten aus Afghanistan in den Aufnahmeeinrichtungen in Mannheim und Umgebung gegenübergestellt, um ihr Warten „hier“ zu dokumentieren. Sharif Tavakuli möchte in der Fotoausstellung vor allem auf gewaltsame Verstrickungen und Machtinteressen der afghanischen sowie europäischen Regierungen aufmerksam machen.

Er erläutert die Situation der dortigen Bevölkerung: „Diese ihnen oft aufgedrückte Opferrolle nehmen viele nicht so einfach hin. Die junge Generation möchte die Situation selbst in die Hand nehmen, geht auf die Straße und zeigt ihren Protest.“

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Verein „Mannheim sagt Ja“ im Rahmen der „einander Aktionstage 2018“ statt. Sie hat montags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung endet mir einer Finissage am 17. November. mor