Mannheim

„Wir begrüßen jede Bespielung“

Karl Lederle, Sprecher des Aktionsbündnisses Alter Meßplatz

Vom 24. Oktober bis 5. Dezember werden vom Stadtmarketing bei einer „Galerie der Innovationen“ auf dem Alten Messplatz in Seecontainern zehn besondere Mannheimer Entwicklungen aus Technik, Kultur und Gesellschaft präsentiert. Wir fragen den Sprecher des Aktionsbündnisses „Alter Meßplatz“, was er davon hält.

Herr Lederle, was halten Sie von der Idee, für eine „Galerie der Innovationen“ für einige Wochen Container mit zehn wichtigen Ideen aus Mannheim als Ausstellung auf den Alten Meßplatz zu stellen?

Karl Lederle: Im Prinzip ist das gut. Wir begrüßen jede positive Bespielung des Platzes, zu der Publikum kommt und die nicht stört.

Glauben sie, dass diese vorübergehende Ausstellung eine Aufwertung des Platzes bedeutet?

Lederle: Ja, sicher, so etwas bedeutet immer eine Aufwertung.

Von der einmaligen Aktion abgesehen – wie zufrieden sind sie generell mit den Bemühungen der Stadt, die Gegend aufzuwerten?

Lederle: Die Entscheidung, hier doch keine Stadtbibliothek anzusiedeln, war natürlich ein Rückschlag. Das hätte dauerhaft erwünschtes Publikum gebracht. Jetzt hoffen wir, dass wenigstens das Institut der Deutschen Sprache angesiedelt wird – da gibt es positive Signale. Das ist vom Volumen her zwar nicht so viel wie die Stadtbibliothek, die Auswirkung wird natürlich nicht so durchschlagend wie bei der Bibliothek sein, aber ich hoffe, dass wir wenigstens das kriegen. Den Eisenbahnwaggons wird niemand nachweinen, nachdem die Gastronomie dort ja leider keine Erfolgsgeschichte ist. Dass die Neckarstadt-West als Sanierungsgebiet eingestuft wurde, die GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft jetzt Problemimmobilien aufkauft, hat ebenso hoffentlich einen positiven Effekt wie die Ansiedlung vom Marchivum. (Bild: Blüthner)

Die Fragen stellte Peter W. Ragge