Mannheim

Sport Special Olympics-Teilnehmer werden im Rathaus geehrt

„Wir haben die Stadt gut vertreten“

Archivartikel

Zehn Medaillen und neun Platzierungen auf den Plätzen hinter den Medaillenrängen, so lautete die sportliche Bilanz der 23 Athletinnen und Athleten der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar der Gemeindediakonie Mannheim bei den Special Olympics in Kiel. Die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung in der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein boten aber viel mehr als nur den Kampf um Medaillen.

„4600 Athleten, 2200 Betreuer und 2500 Helfer vor Ort, das war schon ein riesiges Ereignis. Wir waren in Kiel sehr willkommen. Zu den Sportveranstaltungen kamen rund 60 000 Zuschauer, das war schon toll“, gerät Udo Scholz, die Stimme der Adler Mannheim, ins Schwärmen, wenn er an die Wettkampfwoche an der Ostsee denkt.

Viele Medaillen

In fünf Disziplinen gingen die von zehn Trainern und Betreuern beaufsichtigten Athleten der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar an den Start. Beim Bowling der Damen gab es dabei zweimal Silber und einmal Bronze, beim Freiwasserschwimmen einmal Gold, Silber und Bronze sowie einen vierten Platz. In der Leichtathletik gab es beim Kugelstoßen bei den Herren zwei vierte und einen fünften Platz und bei den Damen einmal Bronze und einmal Platz vier. Im Mini-Speerwurf gab es bei den Herren einmal Gold und einen fünften und achten Platz. Bei den Damen holten die Athletinnen aus Mannheim einmal Silber und Platz fünf und beim 1500-Meter-Lauf gab es eine Bronzemedaille.

„Im Fußball haben unsere Herren von 90 Mannschaften Platz sechs belegt“, berichtet Udo Scholz stolz, der einst bei Borussia Dortmund und dem 1. FC Kaiserslautern die Stimme am Stadionmikrofon war. Die Verbindung der Athleten der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar zum Eishockeyclub Adler Mannheim ist dabei alles andere als zufällig, schließlich ist die finanzielle Unterstützung der Athleten mit geistiger Behinderung eines der großen Projekte des Vereins Adler helfen Menschen. Als Vertreter begleitete Udo Scholz, für den die Unterstützung dieses besonderen Teams eine Herzensangelegenheit ist, die Sportler der Gemeindediakonie Mannheim nicht zum ersten Mal.

„Wir haben die Stadt Mannheim in Kiel gut vertreten“, lobte Scholz die gesamte Delegation. „Ganz besonders muss man aber das Betreuerteam mit Sylvia Freyhof, Anette Lüddemann, Heidi Fleck, und Udo Töpfer loben. Die haben das super über die Bühne gebracht“.

Daneben war auch noch ein weiteres Team aus Mannheim mit bei den Special Olympics dabei: Die Lebenshilfe Mannheim stellte gemeinsam mit dem ABB Training Center ebenfalls eine Delegation. Das inklusive Unify-Fußballteam, bestehend aus sieben Spielern der Lebenshilfe sowie fünf Studenten und Auszubildenden von ABB, erspielte sich eine Goldmedaille.

Alle Sportler hat die Stadt Mannheim zu einer Ehrung eingeladen. In der kommenden Woche werden sie im Rathaus von Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb empfangen und gewürdigt.