Mannheim

Zahlreiche Feuerwehreinsätze in Mannheim

Archivartikel

Mannheim.23 Brände und eine große Rettungsaktion auf dem Neckar hielten in den ersten zweieinhalb Stunden des neuen Jahres die Mannheimer Feuerwehr in Atem. Das sind deutlich mehr Einsätze als in den Vorjahren. „Zwischendurch waren alle verfügbaren Kräfte unterwegs“, sagte Simon Berger, der als Führungsdienst in dieser Nacht über 120 Mitglieder von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren koordinierte. „Ohne die Ehrenamtlichen wäre das nicht abzuwickeln“, so Berger.

Der erste Notruf des neuen Jahres kam um 0.06 Uhr und betraf einen Balkonbrand. Zwei weitere Balkonbrände, von denen einer sich zum Zimmerbrand ausweitete, folgten, dazu ständig kleinere Feuer und dadurch immer wieder Paralleleinsätze.

Zudem gab es einen Großeinsatz auf der Friedrich-Ebert-Brücke. Hier berichtete ein Mann, dass ein anderer Mann von der Brücke in den Neckar gesprungen sei. Er habe noch versucht, ihn zu retten, und sei dazu vom Ufer aus in den Fluss gegangen. Völlig durchnässt und unterkühlt wurde er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Dann lief eine große, dramatische Suchaktion mit einem Boot der Wasserschutzpolizei, zwei Booten der Feuerwehr sowie zwei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, die Helfer auch aus Heidelberg und Heddesheim herbeirief, an. Auch an beiden Ufern, die die Feuerwehr ausleuchtete, wurde gesucht. Für die lange Kolonne an Einsatzfahrzeugen war ein Fahrstreifen der Ebert-Brücke gesperrt. Bis zum Neujahrsmorgen wurde niemand gefunden. Der Notarzt ging angesichts des drei Grad kalten Wassers nicht von einer hohen Überlebenswahrscheinlichkeit aus.

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