Mannheim

Ehrenamt DJK Sportverband zeichnet Mitglieder für herausragende sportliche Leistungen und langjährige Mitgliedschaft aus / Verband feiert 100-jähriges Bestehen

Zu Zeiten Adenauers in den Verein eingetreten

Als Roswitha Landwehr 1950 im Alter von acht Jahren in den DJK Sportverband eintrat, war Konrad Adenauer Bundeskanzler, und man musste für ein Pfund Kaffee noch 26 Stunden arbeiten. „Mein Vater war damals Vorsitzender des Abteilungsvereins DJK Käfertal, da war es klar, dass ich und meine Geschwister alle eintraten“, erinnerte sich die Jubilarin beim zentralen Ehrungsabend des 3000 Mitglieder starken Verbandes im Neuhermsheimer Gemeindezentrum Maria Königin.

Nach ihrer eigenen aktiven Zeit übernahm sie ab 1967 Trainer- und Führungsaufgaben, bis heute leitet sie Kinderturnen und Gymnastikgruppen. Nun wurde sie für 70 Jahre Mitgliedschaft nicht nur vom DJK-Vorsitzenden Werner Winkler geehrt, sondern auch von der Bundesvorsitzenden Elsbeth Beha, die bei Gastgeber DJK St. Pius ein Heimspiel hatte. Sie zeichnete zudem Hartmut Krämer und Walter Busenbender für herausragende sportliche Leistungen mit der Goldenen Ehrennadel aus. Vor allem Leichtathlet Krämer scheffelte zuletzt bei internationalen Seniorenmeisterschaften zwei WM- und sieben EM-Titel.

Während zehnjährige Mitgliedschaften intern in den elf selbstständigen Abteilungsvereinen gewürdigt werden, erhalten 25-, 40-, 50-, 60-, 65- und 70-Jährige eine zentrale Feier. „Das ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen alle DJK-Vereine zusammenkommen“, freute sich Winkler über die intensiven Gespräche, die sofort in Gang kamen.

Um die Zeitspannen plastisch vor Augen zu führen, leitete Geschäftsführer Roger Zeißner den Abend mit einer Power-Point-Präsentation ein, die politische und sportliche Blitzlichter setzte. So gab es in den Jahren 1991 bis 1995 noch fünf unterschiedliche deutsche Fußballmeister.

Seelische Fürsorge

Von den knapp 100 „Langjährigen“ der DJK (Deutsche Jugend Kraft) nahmen 29 Urkunden und Nadeln persönlich entgegen und standen so für 985 Jahre in dem Verein, der nicht nur auf körperliche Leistungsfähigkeit Wert legt. Er fühlt sich als Sportverband der katholischen Kirche auch der seelischen Fürsorge verpflichtet. „Und das seit 100 Jahren“, freut sich Beha auf deutschlandweite Jubiläumsveranstaltungen.

Zum Thema